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Waschmaschine auf schwimmenden Estrich?
Verfasser:
opa3007
Zeit:
19.09.2007 19:52:12
696750
Hallo liebe Forumgemeinde,

ich hätte da mal ein Problem ;-)

Ich möchte meine Waschmaschine von ihrem bisherigen Standplatz im 2.OG in den Heizungsraum im Erdgeschoss umziehen. Der Boden in diesem Raum ist schwimmend verlegt, also verflieste Bodenplatten (verklebte Spanplatten) auf Schüttung und Hartfaserplatten. Auf dem Boden steht neben einigen Regalen voll mit Werkzeug auch mein Warmwasserspeicher (die Therma dazu hängt an der Wand).

Wie ist es denn mit den Vibrationen der Waschmaschine (besonders beim Schleudern) ? Die müssten sich doch über den Bodenverbund auf Regale (und deren Inhalt), sowie auf meinen WW-Speicher übertragen - oder?
Ich befürchte, dass mit der Zeit es zu Rissen/Materialermüdung bei der Verrohrung des WW-Speichers kommen kann. Außerdem habe ich keine Lust regelmäßig die aus den Regalen herausgerüttelten Werkzeuge u.a. wieder einzuräumen.

Wie ist den eure Meinung dazu - kann ich meine Waschmaschine unter diesen Gegebenheiten "umziehen"?

Danke im voraus

Olaf
Verfasser:
Petromaxe
Zeit:
21.09.2007 09:15:29
697727
moin..

Es gibt in div. Baumärkten ("Hass-Wort", ich weiss..) Dämmplatten für diesen Zweck zu kaufen, die man unter die Waschmaschine legt.

Probier das erstmal...

Und wenn dir die Werkzeuge aus dem Regal rappeln (was ich allerdings für sehr unwahrscheinlich halte)... dann gibts auch so "Anti-Rutsch-Matten" für den Kofferaum zu kaufen.

Verfasser:
opa3007
Zeit:
21.09.2007 23:23:13
698301
Auch moin,

ich denke ich werde das mit den Dämmplatten mal ausprobieren. Wenn es nicht die gewünschte Wirkung zeigt, kann ich immer noch den Boden "aufreißen" und einen festen Betonsockel o.ä. unter die Waschmaschinen bringen.

Danke Petrmaxe für den Tipp.



Verfasser:
Sockenralf
Zeit:
21.09.2007 23:28:01
698304
Hallo,

mal eine Frage:

Wo steht die WaMa denn bis jetzt?
Auf einem nicht-schwimmend-verlegtem Estrich?

Gibt´s momentan Probleme?

Wenn nicht, warum soll´s dann am neuen Standort welche geben?
Ist doch das gleiche, oder nicht?




MfG
Verfasser:
G012
Zeit:
22.09.2007 00:14:44
698322
Also die Frage von Opa incl. der Beschreibung des Fußbodenaufbau's im EG ist schon berechtigt.
Sollte es tatsächlich eine lose Ausgleichsschüttung unter den Spanplatten sein, so ist die zu erwartende Vibration verbunden mit dem Eigengewicht des WA schon relativ giftig hinsichtlich des beschriebenen Unterbaus.
Die o.g. Schallschutzmatte habe ich auch unter meinem WA, jedoch eher als Körperschallentkopplung ( Ober und Untermieter freuts )
Selbst bei jetzigem fachlich einwandfreien Unterbau, wird es meiner Meinung nach mit der Zeit zu einem Absenken,bzw Ermüden der Spanplatte incl. Fliesenschäden am Aufstellort kommen ( mm Bereich ).
Dies ist aber nur meine persönliche Meinung!
Verfasser:
Sockenralf
Zeit:
22.09.2007 00:17:48
698323
Hallo,

aber wenn da auch der WW-Speicher steht (und da nix passiert) sollte doch eine "poppelige" WaMa schon lange gehen, oder?
Außerdem wird der WW-Speicher auch wie ein "Beruhigungs-Gewicht" wirken.

Ich würd´s aber einfach mal probieren --> Versuch macht kluch :))))



MfG
Verfasser:
opa3007
Zeit:
24.09.2007 23:41:21
699844
Hallo,

@Sockenralf:
Die Waschmaschine steht jetzt im 2.OG auf einem alten (60er Jahre) Holzdielenboden und erschüttert mein altes Fachwerkhaus manchmal schon ganz heftig. Der Bereich wird jetzt modernisiert und dann ist da kein Platz mehr für die Waschmaschine. Ich habe auch das Gefühl, dass über die Jahre die Vibrationen stärker werden. Das kann natürlcih auch an der WaMa liegen, ändert aber nichts an den Vibrationen..... und bevor die WaMa mir durch die Decke bricht, hätte ich sie gerne im EG (Heizungsraum) untergebracht.

@G012:
Ja, ich teile deine persönliche Meinung - deshalb ja dieser Post. Ich befürchte einfach, dass mit der Zeit entweder die Bodenkonstruktion oder die Verrohrung den Erschütterungen der WaMa nicht gewachsen sind.

und nochmal @Sockenralf:
Der kleine WW-Speicher (120l) hat den Vorteil, dass er ziemlich still steht und dadurch zumindest den Unterbau nicht zusammenrüttel (bzw. einseitig verdichtet. Außerdem habe ich den Verdacht, dass es keinen 100%-dichten Rieselschutz für die Schüttung gibt. Die würde sich dann wohl langsam herausrütteln/-rieseln.

Also je länger ich darüber nachdenke scheue ich mich davor das mal auszuprobieren. Ich werde wohl in den sauren Apfel beißen und ein kleinen Betonsockel machen. 70x70 cm, Fliesen ab, Spanplatte aufsägen, Schüttung raus, Beton mit Armierung rein (ca. 15-20 cm sollte ja genügen) und schwupps steht die WaMa ganz ruhig im EG und schleudert sanft vor sich hin ;-)
Verfasser:
rostek
Zeit:
25.09.2007 00:17:34
699851
Eine WaMa (Waschmaschine) die den Boden erschüttert, ist entweder so alt, daß sie verschrottet werden sollte oder:

Stoßdämpfer in der WaMa sind defekt oder Gewicht hängt nicht lose in den Federn oder anderer Fehler.

Eine WaMa sollte auch im Schleudergang nicht "wandern" !

mfG Udo
Verfasser:
opa3007
Zeit:
28.09.2007 22:30:03
702922
Hallo Udo,

nein, die Waschmaschine "wandert" nicht und ist auch keine olle Kamelle (nunja, ein paar Jahr sind es schon, aber für eine WaMa ist sie bestimmt erst im Teenyalter). Sie steht heute schon auf einem Holzdielenboden und erschüzttert - besonders beim Schleudern - das Stockwerk. Ursache ist m.E. das die WaMa nicht 100% in der Waage steht , mehr jedoch das der Boden flexible nachgibt.

Und da ich einige Parallelen zwischen den Holzdielenboden und dem schwimmenden Estrichboden sehe, wollte ich das Thema hier mal diskutieren.

Grüße

Olaf
Verfasser:
jobas
Zeit:
29.09.2007 17:41:55
703328
@opa3007 Schwimmender Estrich ist doch kein Problem für eine gute Waschmaschine.
Nicht einmal mit 1800U/min und nicht ganz im Wasser .
Nächstes mal halt eine gebrauchte uralte Miele kaufen , oder eine neue Bosch mit der Standsicherheit eines Dreibeins und elektronischer Unwuchterkennung und intelligentem Wäsche auswuchten vor dem Schleudern .
Primitive Waschmaschinen schleudern heute immernoch, egal wie die Wäsche in der Trommel liegt .
Verfasser:
jobas
Zeit:
29.09.2007 17:55:14
703335
Das Orginal ist Miele, die gute Kopie ist heute Bosch .
Steht wie der Fels in der Brandung beim Schleudern , und wenn alle zu verhäddert ziegen sie es sogar an .
Das ist aber sehr sehr selten das der Rechner es nicht von alleine schafft die Wäsche auszurichten .
Heute steht eine Waschmaschine meistens auf einem schwimmendem Estrich .
Der Betonsockel war damals , oder ist bei günstigen Maschinen immernoch beliegt .
Verfasser:
Qwertz
Zeit:
29.09.2007 18:07:09
703343
Ein stattliches Gewicht , wegen den Stahlgußgewichten vorne und hinten und der Vierfachtrommelaufhängung bringen diese Maschinen auch auf die Waage .
Man glaubt bei ihnen fast man trägt einen Heizkessel .
Wegen dem höheren Gewicht sind sie meist in Deutschland gefertigt .
Die Masse und die Elektronik macht eben den Unterschied .


Verfasser:
dieter Börner
Zeit:
30.09.2007 19:57:45
704029
Hallo Opa,

wenn Dir die guten Tipps der Vorredner noch zu wenig sind, dann hol Dir vom Fachhändler (Eisenwarenhändler) 4 St einschraubbare Vibrationsschutzfüsse (Muster des Gewindes der alten Füsse mitnehmen). Die sind etwas höher, der Gummi (meist kein Gummi sondern Kunststoff) ist relativ elastisch, das nimmt den Wackelpudding weg und dann stellst Du die Maschine auf einer wasserfesten Sperrholzplatte, nicht unter 30 mm oder einer Betoplanplatte (wie sie zm betonieren am Bau verwendet wird). Die Platte soll Dir den flächigen Druckausgleich bringen, damit da keine punktuelle Belastung auftritt und Deine Schüttung in die Knie geht.

Gruss Dieter
Verfasser:
Küken12
Zeit:
01.10.2007 13:54:09
704428
Hallo!

Habe den Beitrag mit Interesse verfolgt.
Ich habe auch ein Problem mit WaMa und schwimmend verlegtem Dielenboden.
WaMa ist schon ca 15 Jahre alt. Bisher im Bad gestanden und nie Probleme gehabt mit Vibrationen oder herumgehüpfe beim Schleudern. Nach Umzug in Altbau steht sie jetzt auf Dielenboden und steigert sich beim Schleudern so richtig rein. Sie hüpft, sie vibriert und wackelt nach rechts und links.
Bin momentan etwas ratlos, weil über die WaMa eine Arbeitsplatte kommen soll. WaMa steht jetzt in der Küche....
Habe auch schon Vibrationsdämmmatten versucht-Fehlanzeige. Boden aufreißen und Betonsockel wird vom Vermieter nicht gestattet und Standortwechsel geht nicht wg den Anschlüssen.

Hat jmd. eine Idee? Ohne das ich die WaMa entsorgen muss? Geht das überhaupt noch mit der Arbeitsplatte oder reißt mir die WaMa alles kaputt? Die Küche ist vom Platz genau ausgemessen worden. Die WaMa darf definitiv nicht so wackeln, sonst passt es nicht!

Bin wirklich sehr ratlos. Und für jeden Tipp wirklich dankbar.....!

Verfasser:
Dieter C.
Zeit:
01.10.2007 21:47:04
704793
@Küken,
lies mal was rostek geschrieben hat.

lass den Werksfachmann kommen und die von Rosten beschriebenen Teile kontrollieren.
Von Werks wegen hüpft eine Maschine nicht, auch nicht die Typen, welche vor 15 jahren gebaut wurden.
Der Dielenboden trägt natürlich noch zusätzlich dazu bei, der wirkt wie ein Resonanzboden bei einen Geige, nur hast Du keine Geige sondern einen Wohnungsboden und da belästigst Du mit dem Gehüpfe die anderen Hausbewohner mit. Oder Du probierst es wie oben bereits dem Opa geraten mit anderen Füssen, die die Vibrationen aufnehmen (Helfen aber nciht gegen das Hüpfen). Schlimmstenfalls - ade schöne alte WaMa - die Wirtschaft braucht Konsum.

Gruss Dieter
Verfasser:
opa3007
Zeit:
08.10.2007 23:36:21
709617
@alle:
Ich danke euch allen für eure Beiträge. Ich habe jetzt einige Ansätze und Ideen, wie ich dem Problem zu Leibe rücken kann. Ich werde in den nächsten Woche alles gedanklich noch mal setzen lassen und nachdem ich dann alles (Zu- und Ablauf) im EG fertig habe die WaMa runterbringen. Wenn es sich in irgendeiner Richtung dramatisch entwickeln sollte werde ich dies hier posten.

Danke

Olaf
Verfasser:
opa3007
Zeit:
22.02.2012 19:13:52
1676149
Hallo,

es ist zwar schon 'ne lange Zeit her, das ich dieses Thema gestartet hatte, aber da ich aus verschiednene Gründen erst vor ca. 8 Wochen die Waschmaschine aus dem 2. OG ins EG umgezogen habe, wollte ich jetzt mal das Ergebnis hier mitteilen.

Die Waschmaschine steht jetzt im Heizungsraum im EG auf dem schwimmend verlegten Bodenplatten. Ich habe die Maschine mit den Standard-Füßen ausgerichtet (ins Lot gebracht) und seitdem schnurrt die Maschine auch beim Schleudern mit höchster Drehzahl. Die Flasche mit dem Waschmittel steht dabei auf der Maschine und fällt nicht herunter, wandert aber manchmal ein bisschen auf der Maschine umher. Im Rest vom Raum (Regale - immer noch voll mit Werkzeug) macht sich das Schleudern überhaupt nicht bemerkbar.

Warum hatte ich aber im 2.OG solche Probleme mit der Waschmaschine? Nach dem Entfernen des alten Fußbodens konnte ich den Grund dafür sehen. Der Boden bestand aus 15-20mm dicken Holzdielen (Nut und Federn), die auf 40x40 Holzbalken genagelt waren. Der ganze Fußboden war nicht mit dem eigentlichen Boden (gebrannte Steinfliesen im Mörtelbett auf Lehmboden und Deckenbalken) verbunden und lag dort mehr oder weniger freischwebend auf. Bei einer Fläche von ca. 6 m² hatte der Boden dem Gewicht der Waschmaschine nichts entgegen zu setzen. Des weiteren war im Bereich des Aufstellortes der Waschmaschine auch noch ein Teil des Tragholzes und der Ausgleichkeile durch frühere Wasserschäden teilweise verrottet, so dass sich die Waschmaschine dort super aufschaukeln konnte (so ein Holzboden hat ja eine ziemlische Federwirkung).

Alles im Allen ärgere ich mich doch, dass der Umzug der Waschmaschine so lange gedauert hat.

Vielleicht kan der Eine oder Andere von dieser, wenn auch sehr speziellen, Erfahrung profitieren.

Grüße
Olaf
Verfasser:
schabernack
Zeit:
22.02.2012 20:39:42
1676221
Zitat von opa3007 Beitrag anzeigen
Hallo
es ist zwar schon 'ne lange Zeit her...

ach komm... die lächerlichen 5 jahre...

von mir bekommst du trotzdem einen orden, dafür, dass du einen faden nach diesen rekordverdächtigen jahren wartezeit auflöst ;-)
Verfasser:
Thomas.B
Zeit:
23.02.2012 02:04:55
1676420
opa3007:
Waschmaschinen erkennen eine zu große Unwucht anhand der Schwankungen des Motorstroms. Sind die zu groß, wird das Hochfahren der Schleuderdrehzahl gestoppt und ggf. der Schleuderversuch ganz abgebrochen und durch Reversieren eine Neuanordnung der nassen Lappen versucht.

Diese Technik gibt es seit ca. 30 Jahren und schon lange gibt es nichts anderes mehr. Eine ausreichend robuste Konstruktion, welche das nicht braucht, wäre viel teurer als das bißchen Elektronik. Es ist also auch bei preisgünstigen WM lange Stand der Technik. Anders wären die WM auch wegen der geringen erreichbaren Schleuderdrehzahl und großen Masse unverkäuflich.

Deine WM hat also mit Sicherheit diese grundsätzliche Technik. Bei der Umsetzung gibt es natürlich Unterschiede. Der Urvater der Schaltkreise dafür war der TDA1085. Seit längerem wird die Funktion mit Mikrocontrollern oder kundenspezifischen IC's realisiert. Das ist billiger, erlaubt mehr Funktionen und unterbindet Reparaturen wirksam. Eine WM hat also immer so einen Controller, auch wenn ein mechanisches Programmschaltwerk (PSW) verbaut ist. Der Motor ist bis auf wenige Ausnahmen ein Universalmotor mit Tachogenerator, welcher mit einem Triac per Phasenanschnitt geregelt wird. Die Umschaltung der Drehrichtung und ggf. von Statoranzapfungen erfolgt mit Relais oder schlimmer noch im PSW. Billiger geht es nicht.

Eine Waschmaschine ist im Kern ein Feder-Masse-Schwinger. Der Bottich (fast immer mit Zusatzgewichten) mit Trommel und Antrieb ist federnd aufgehangen. Die Eigenresonanzen sind auch abhängig von der Beladung und werden mit Stoßdämpfern bedämpft. Die Stoßdämpfer (übrigens fast immer von schlechter Qualität) stützen sich gegen das vergleichsweise leichte und instabile Gehäuse der WM ab. Wenn der Untergrund, auf welchem das Gehäuse steht, selbst noch schwingungsfähig in einem "passenden" Frequenzbereich ist, wird es schwierig. Es kann zu Resonanzen kommen, welche von der Motorstromüberwachung nicht detektiert werden können, weil die Energieeinleitung pro Umdrehung der Trommel zu gering ist. Dagegen hilft eine schwere Platte als Untergrund, welche ggf. gegen den Fußboden weich gelagert ist. Ein klassischer schwimmender Estrichaufbau aus Schaumpolystyrol und ca. 5cm Beton (+ ggf. Fliesen) bringt diese Eigenschaften bereits systembedingt mit. Leichtbauversionen mit OSB-Platten auf Holzbalken o.ä. sind da für allerlei komische Effekte gut. Das hängt auch kaum mit der Qualität der WM zusammen. Die taugen heute alle nicht mehr viel und reizen Leicht- und Billigstbauweise bis an die Grenzen aus. Es ist mehr oder weniger Zufall, ob die Resonanzfrequenzen der verschiedenen Systeme nebst Beladung gerade passen. Das kann 100 Mal gut gehen und bei 101sten Mal vibriert die WM dermaßen, daß sich auf Wanderschaft geht und womöglich den Wasseranschluß abreißt...

Lösungsvorschläge bei Bedarf. Aber für Dich hat sich das Problem ja erst einmal erledigt, denke ich.

Gruß
Thomas