| | Verfasser: Andre1 | Zeit:
21.02.2012 20:11:05
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Hallo
1 oder 2 Verteiler?
Ich hab folgendes Problem:
Einfamilienhaus 130m², nicht unterkellert, EG 130m² 2 Zimmer (Küche, Bad, Flur, Durchfahrt, Nebengelass) OG 130m² 2 Kinderzimmer,Flur, Wohnzimmer über Durchfahrt, Schlafzimmer über Nebengelass)
Heizungsanlage Pelletheizung mit 2 Heizkreismöglichkeiten, u WW
Im EG und OG ist eine Fußbodenheizung mit ERR geplant, im Nebengelass 2 HK mit Hocheffizienzpumpe u Thermostate, da nur sporadisch genutzt..
Meine Frage: für EG und OG je einen separaten Heizkreisverteiler oder beide Etagen über einen gemeinsamen Heizkreisverteiler, der im OG verbaut wird und 2 Kreise ins EG führen.
Da das Haus derzeit unbewohnt ist, kann ich mich austoben... Was kostet eine Fußbodenheizung in 1000er Schritten je nach Variante? Funktioniert eine Anlage mit nur Pumpe und Thermostate? Theoretisch sollte die Pumpe ja runterregeln, wenn die an den Heizkörper eingestellte Temperatur den Volumenstrom drosselt.
Andre
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Verfasser: HGHartkopf | Zeit:
22.02.2012 08:37:49
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Je ein Verteiler im EG und OG ist besser. Dann wird nur eine Steigleitung ins OG zum Verteiler benötigt. Sonst müssen alle einzelnen Heizkreise (je V+R) vom EG zum OG hochgezogen werden. Das bedeutet einen größeren Strömungswiderstand, da alle Heizkreise mind. ca. 7 m (2 x 3,5 m)länger sind. Weiterhin benötigt jeder Heizkreis im OG eine extra Entlüftung.
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Verfasser: Andre1 | Zeit:
22.02.2012 14:38:48
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@HG
Ich wollte den Verteiler im OG deponieren, da dort die meisten Kreise sind. Für nur 2 Kreise im EG einen eigenen Verteiler ist mir (eigentlich) fast zu teuer. Das Entlüften sollte bei dieser Anordnung eher unproblematisch sein. Raumhöhe ist 2,20m, sind also nur 4,40m länger.
Kellerlose Mehrgeschosser sind für mich eine Herausforderung, meine Wassermühle hab ich medientechnisch selbst in den Griff bekommen, aber das neue Ding lässt mich im Moment schlecht schlafen....
MfG Andreas
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Verfasser: Altgeld | Zeit:
22.02.2012 15:28:00
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Hallo,
ähm ich muss jetzt doch mal nachfragen:
Wieviel Fläche im EG wird denn mit FBH versehen ? Und welcher Verlegeabstand ? Rohrquerschnitt ?
Ich habe vor kurzem ein Haus gekauft und dort eine FBH als Trockensystem mit 14er Rohr nachgerüstet. Verlegeabstand 12,5, ergibt pro m² 8m Rohr. Mein Schlafzimmer und Kinderzimmer haben je ca. 16 m² mach 128m Rohr pro Raum zzgl. 8m Anbindeleitung, aufgeteilt auf 2 HK = 68m/Kreis. Da ich in meinem Fall die Spreizung sehr klein gewählt habe, ist der Massenstrom relativ groß.
Hätte ich einen Kreis gemacht, müsste das Medium mit einer größeren Pumpe durchprügelt werden.
Ein ganz wichtiges Stichwort ist die Systemtemperatur, ich denke es ist auf jeden Fall anzustreben mit möglichst geringen Vorlauftemperaturen zu fahren. Dementsprechend würde ich die FBH auslegen und die Heizkörper mit am FBH-Verteiler anbinden, auf eine richtige Auslegung der HK ist dabei zu achten, natürlich werden die Standardheizkörper sehr groß, es gibt aber auch Heizkörper mit Lüftern die mit sehr geringen Systemtemperaturen arbeiten. Grundsätzlich würde ich empfehlen:
- Heizlastberechnung - Auslegung der Heizflächen auf niedrige Temperaturen, FBH möglichst enge Verlegeabstände - fachgerechte Dimensionierung der Heizungsleitungen/Anbindeleitungen der Verteiler - Verteiler EG und OG
Gruß
Sascha Altgeld
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Verfasser: HGHartkopf | Zeit:
22.02.2012 17:34:05
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Es geht vom Grundsatz fast alles. Ob es dann auch funktioniert ? Haben Sie bei der 4,4 m mehr an Rohr auch die Deckenstärke und den Fußbodenaufbau berücksichtigt ? Vielleicht ist der Heizwasserdurchsatz der 2 Heizkreise das "zuviel" am Verteiler im OG. Durch einen Heizkreisverteiler gehen bis ca. 2,1 m³/h. Bitte erst die Anlage/Bedarf überrechnen und dann loslegen. Für die Anlagenhydraulik dürfte ein extra Verteiler auf jeden Fall besser sein. Ein guter Verteiler mit 2 Heizkreisen + Kugelhähne + Wandhalter kostet ca. 100,- € inkl. MwSt.
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Verfasser: Andre1 | Zeit:
22.02.2012 19:08:58
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@ HG
Es gibt bis zu 8 Fach Verteiler (ich hab 7 Räume, den 8.Kreis für einen 2.Kreis im WZ). Ich will wissen, bevor eine Fachfirma kommt, welche Möglichkeiten es gibt. 100 Euro für einen 2 fach Verteiler sehe ich als etwas zu tief gestapelt: dazu kommt eine 2. HK Pumpe, ein 2.er Mischer, Vor- und Rücklaufabsperrung, Rückschlagklappe, 20m 28er CU Rohr mit Formstücke und Isolierung...alles in allem fast 1000 Euro
Eine Bedarfsberechnung wird dann selbstverständlich mitgemacht.
Andre
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Verfasser: Altgeld | Zeit:
22.02.2012 19:33:44
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Hallo,
man braucht weder eine 2. Pumpe noch einen weiteren Mischer...
vom Kessel/Pufferspeicher ausgehend werden über eine gemischte Pumpengruppe die Heizungsrohre zu den Fußbodenheizungsverteiler(n) geführt. An den Fußbodenheizungsverteiler werden die einzelnen Fußbodenheizungskreise angeschlossen.
Quasi so, als wenn die Fußbodenheizungsverteiler Heizkörper wären, da braucht man ja auch nicht für jeden Heizkörper eine eigene Pumpe (spezielle Lösungen von einem Pumpenhersteller hier mal ausgenommen)
Will man nun mit unterschiedlichen Heizflächen arbeiten (FBH und Heizkörpern) Kessel/Puffer -> Verteiler ->
gemischte Pumpengruppe für FBH -> FBH Verteiler -> FBH Kreis 1... Kreis 2...
ungemischte Pumpengruppe für Heizkörper -> Heizkörper 1 -> Heizkörper 2 .....
Gruß
Sascha Altgeld
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Verfasser: Andre1 | Zeit:
22.02.2012 21:24:14
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@ Sascha
Stimmt, war ein Denkfehler von mir...sorry Die Kosten für einen 2. Verteiler sind mit 100 Euro trotzdem zu niedrig angesetzt.
Andre
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Verfasser: HGHartkopf | Zeit:
22.02.2012 23:44:09
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Sacha Altgeld, besten Dank für die Argumentation. Wobei, für jeden Heizkörper eine Minipumpe = Wilo Geniax. Hallo Andre 1, die ca. 100,- € Verteilerpreis sehe ich sehr real an. Damit ist die Anlage aber noch nicht berechnet, der Verteiler nicht montiert, der Monteur angefahren, die Montage berechnet, die Anlage hydraulisch abgeglichen, das Heizungswasser behandelt usw.
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Verfasser: Altgeld | Zeit:
23.02.2012 07:34:32
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Hallo
@HGHartkopf, wie ich bereits schrieb: "(spezielle Lösungen von einem Pumpenhersteller hier mal ausgenommen)" damit meinte ich das Wilo Geniax.
@Andre es wird im Zuge der Auslegung wahrscheinlich eh nicht mit einem Verteiler auszukommen sein.
Die Auslegung so zu gestalten, das man doch mit einen Verteiler hinkommt würde ich nicht, sondern wie schon geschrieben, enge Verlegeabstände, geringe Vorlauftemperatur, geringe Widerstände. Das spart langfristig Energie und das Haus ist für spätere andere Wärmeerzeuger gerüstet.
Natürlich Kostet ein Verteiler Geld und ich weiß aus eigener Erfahrung, das man sich Gedanken macht welche Investition man durchführen muss und welche man ggf. Einsparen oder kostengünstiger gestalten kann. Aber hier soll irgendwie am falschen Ende gespart werden, zumindest mein Eindruck.
Gruß
Sascha Altgeld
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Verfasser: Andre1 | Zeit:
23.02.2012 16:38:31
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@ HG
"Wobei, für jeden Heizkörper eine Minipumpe = Wilo Geniax"
- Wir reden von einer Fußbodenheizung... - 2 fach Verteiler Edelstahl: 69,90, Verteilerschrank UP 53,90, Stellantrieb je 12,90, Zubehör wie Fittinge usw rd 20 Euro
@ Sascha
Ich hab einen Pelletskessel und glaube nicht, daß ich auf WP umschwenke, da WP Strom in AT nicht so gefördet wird wie in DE.
Um nicht am falschen Ende zu sparen habe ich diesen Thread ja eröffnet. Ob ein oder 2 Verteiler sollte keine Grundsatzfrage sein, die Frage wie hoch die Investitionskosten insgesamt sind, ist noch nicht beantwortet. Im Internet hab ich ein Richtpreis gefunden, den ein Anbieter für Selbstbaupakete aufzeigt: ca 10€/m² inkl allem...
Enge Verlegeabstände=längere Leitungen=höhere Widerstände=geringere VLTemperatur korrekt?
Andre
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