Hallo miteinander, ich möchte diesen Thread eröffnen, um die Wirkung von tiefen Außentemperaturen (ohne Erdwärmetauscher) auf die "reine" Lüftungsheizung zu diskutieren.
Mein System ist eine Proxon-Lüftungsheizung (Luft-Luft-Wärmepumpe) von der Fa. Zimmermann, Baujahr 2010 für ein ca. 140qm Haus (unterkellert).
Aktuell habe ich bei der letzten Kälteperiode (ca. 1 Woche lang -10°C) zwei Phänomene beobachtet:
- Der Abtauvorgang ist nicht mehr vollständig. Normalerweise läuft die Wärmepumpe alle paar Stunden "rückwärts", um den Verdampfer abzutauen. Dieser schaltet bei mir bei einer Verdampfertemperatur von -8°C ein und bei +4°C ab. Scheinbar kondensiert bei den tiefen Außentemperaturen soviel Wasser am Verdampfer, dass zwar beim Abtauen die +4°C erreicht werden, aber das Eis nicht vollständig taut. Es bildet sich ein Eispanzer. Dadurch werden die Zyklen immer schneller, bei mir dann zum Teil alle 10min Abtauen. Die Energie geht also hauptsächlich in den (nutzlosen) Abtauvorgang. Ich hatte bis zu 80 kWh am Tag für Heizung+Warmwasser. Eigentlich müsste hier der Abtauvorgang nicht bei einer bestimmten Temperatur abbrechen sondern die Eisdicke gemessen werden.
Lösungsansätze: 1. Einmal am Tag müßte der Abtauvorgang erst bei einer höheren Temperatur beendet werden. 2. Das Ende des Abtauvorgangs hängt von der Zulufttemperatur ab. 3. Die Außenluft vorwärmen. Ich habe einen Fön in das Ansaugrohr gelegt (ca. 500 W) und auf niedrigster Stufe laufen lassen. Die Temperatur der Ansaugluft liegt dann 6°C höher. Wenn der Fön 2 Stunden gelaufen ist und dann abgeschaltet wird, kann man gut beobachten wie der Verdampfer wieder zueist und die Abstände der Abtauvorgänge über Stunden wieder immer enger werden.
Punkte 1+2 müßten vom Hersteller einprogrammiert werden und würden nach meiner Ansicht das Problem lösen.
- Das zweite Phänomen ist deutlich schlimmer. Wir hatten eine Party mit ca. 20 Personen gegeben. Dabei wurde vermutlich sehr viel Feuchtigkeit in die Luft abgegeben. Jedenfalls mußte ich am nächsten Tag feststellen, dass die Wärmepumpe mit einer Ansaugtemperatur von innen von 11°C arbeitete und das über Stunden. Ich habe die Abdeckung der Lüftungsheizung komplett abgenommen und festgestellt, dass der Wärmetauscher (!) komplett mit Eis zugefroren war, d.h. er war in keinster Weise mehr für Luft durchgängig. Die Lüftungsdrehzahl der Zu- und Abluft war in der Folge auch völlig verschieden. Da der Wärmetauscher keine Enteisungsfunktion hat, mußte ich ihn ca. 1 Stunde lang von Hand an verschiedenen Stellen mit einem Fön erwärmen, bis wieder ein kleines bisschen Luft durch den Wärmetauscher ging.
Zur Vermeidung ist mir noch keine Lösung eingefallen.
Was habt ihr so während der Kälteperiode erlebt?
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Luftgeschwindigkeit erhöhen führt zu einer höheren Temp. am Verdampfer. Für die 5-10(sehr kalten Tage) ein elektr. Vorheizregister einbauen.
Ansonsten wie schon gesagt Sole oder Luft-EWT.
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Zitat von kenni  Luftgeschwindigkeit erhöhen führt zu einer höheren Temp. am Verdampfer. Bei der Party lief teilweise Lüftungsstufe 3 (100%). Ich habe auch mal für einen Tag mit Lüftungsstufe 2 (77%) experimentiert und keinen Unterschied feststellen können. Tatsächlich läuft bis auf 3 Stunden am Tag immer Lüftungsstufe 1 (62%). Ebenso schien das ganze im Großen und Ganzen unabhängig von der Ansaugtemperatur von innen zu sein, 17°-19°C.
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Zitat von Henner7  Hallo miteinander, ich möchte diesen Thread eröffnen, um die Wirkung von tiefen Außentemperaturen (ohne Erdwärmetauscher) auf die "reine" Lüftungsheizung zu diskutieren.
Mein System ist eine Proxon-Lüftungsheizung (Luft-Luft-Wärmepumpe) von der Fa. Zimmermann, Baujahr 2010 für[...] Das Vereisungsproblem hatten wir auch schon mal mit der Proxon. Bei unserer Anlage lag das daran, dass zu wenig Kältemittel in der Anlage war. Wir haben keine Ahnung wo das fehlende Kältemittel geblieben ist. Fakt ist aber, dass ein Klimatechniker die Anlage geprüft hat und dann Kältemittel aufgefüllt hat. Danach war das Vereisungsproblem sofort behoben und trat nicht wieder auf. Unsere Proxon Anlage läuft übrigens schon mehr als 14 Jahre. Also, lass mal die Anlage durch einen Kälte/Klimafachmann überprüfen. Otto
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Zitat von Otto9999  Zitat von Henner7  [...] Fakt ist aber, dass ein Klimatechniker die Anlage geprüft hat[...] Hallo Otto, danke für den Tipp, daran habe ich nicht gedacht. Ich werde das mal ansprechen, wenn ich in nächster Zeit die Fa. Zimmermann mit o.g. Problemen konfrontiere. Henner
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Zitat von Henner7  Zitat von Otto9999  [...] Hallo Otto, danke für den Tipp, daran habe ich nicht gedacht. Ich werde das mal ansprechen, wenn ich in nächster Zeit die Fa. Zimmermann mit o.g. Problemen konfrontiere. Henner Hallo Henner, bitte beachte, Fa.Zimmermann hat keine eigenen Kältetechniker, zumindes war das in unserem Fall so. Die sind nicht direkt auf diese Ursache gekommen, sondern haben erst mal nach anderen Ursachen gesucht. Als alles nicht zum Erfolg führte kamm dann von Fa. Zimmermann der Hinweis, dass evtl. Kältemittel fehlen könnte. Fa. Zimmermann hat dann Kontakt mit einem Klima./und Kältebetrieb aufgenommen, die dann die Anlage geprüft haben. Ich würde fast darauf wetten, dass Ihr das gleiche Problem mit der Vereisung habt, wie wir das hatten. Wie mußten auch mittels Fön enteisen um dann nach kurzer Zeit festzustellen, dass die Anlage schon wieder vereist war. Ich würde das nicht so lange hinausschieben, die Vereisung kostet Euch viel Energie und verursacht somit Kosten. Außerdem könnte es auch zu einer Beschädigung der Anlage kommen. Also, nicht locker lassen bei Fa. Zimmermann. Gruß otto
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