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Seite 1 von 2 [Beitrag 1 bis 35 von 44]erste <12>letzte 
Wärmepumpe an Photovoltaik Backup Anlage.
Verfasser:
tomleitner
Zeit:
05.02.2012 11:21:05
1660615
Hallo,

Gibt es hier irgend jemand der eine Wärmepumpe an einer Photovoltaik Backup Anlage (also mit Akkus, Aufladung bei Tag, Entladung bei Nacht etc.) betreibt??

Das Hauptproblem scheint mir derzeit zu sein:

a.) Die meisten PV Backup Anlagen liefern nur einphasigen Strom. 3 Phasen Drehstrom sind meist nur aufwendig zu erreichen.... Leichter wäre es wenn die WP nicht Drehstrom braucht sondern mit 3 Phasen auskommt die gleichphasig laufen.

b.) Die notwendige PV Leistung und Akkukapazität ist schwer zu erreichen. Im Winter bei 0 Grad Außtentemp. braucht meine WP ca. 20-30 kWh Energie am Tag...

Bin für Gedanken/Infos zu dem Thema dankbar.

Lg // Tom
Verfasser:
kd-schrauber
Zeit:
05.02.2012 11:35:36
1660631
Moin Tom,

ich sehe die Problematik etwas anders:

> Bei dem von Dir genannten Bedarf muss die el. Speicherkapazität immens groß sein (je nach Akku-Technologie >> 30kWh), was genauso immense Kosten bedeutet

> Dementsprechend muss die PV angemessen groß sein

> Du wirst immer Tage haben. an denen keine einzige Wh geerntet wird

Fazit:
1. NUR mit PV, Akku und WP geht es nicht. Scheitert an den Kosten (Akku an erster Stelle)
2. Du benötigst zusätzlich einen anderen Zwischenspeicher, der wesentlich kostengünstiger ist (nämlich thermisch)

Die Phasen-Problematik spielt eine recht untergeordnete Rolle bzw. lässt sich anders leichter lösen ;-)

Diesen Thread kennst Du? Dort findest Du auch entsprechende Infos bzw. auch Ansätze.

Grüße Michael
Verfasser:
tomleitner
Zeit:
06.02.2012 10:38:32
1661754
Hallo kd-schrauber,

Zitat von kd-schrauber Beitrag anzeigen
Diesen Thread kennst Du? Dort findest Du auch entsprechende Infos bzw. auch Ansätze.


Nein, kannte ich nicht ... danke für den Tip.

Ciao // Tom
Verfasser:
Heliminator
Zeit:
10.02.2012 15:25:18
1666015
Hallo tomleitner !

Ich betreibe meine WP in Verbindung mit einer PV-Anlage.

o Holzriegelbau mit ca. 150m², FBH und teilw. Wandheizung, RT überall zw. 20,5° - 24°, je nach Witterung

o WP Heliotherm HP05-E mit Tiefenbohrung, Verdichter 1,19kW
Heizleistung ca. 6,4 kW

o PV-Anlage mit 5 kWp und Kostal Piko 5.5

o Jahresertrag Strom 2011: 6342 kWh ( Nachweislich )

o Verbrauch WP Sep.1011 bis 9.02.2012: 1020 kWh
( kein sep. WP-Tarif / Zähler )

o Verbrauch WP Saison 2010-2011: 1542 kWh

o Durchschnttlicher Tagesverbrauch: 8 kWh

o Monatliche Stromrechnung inkl. aller Gebühren abzüglich überschusseinspeisung: 8 Euro

Geheizt wird grundsätzlich Tagsüber,in der Nacht nur ca. 2h bei Bedarf.
Dadurch extrem hoher Deckungsgrad durch PV.

Speichern durch Akku ökologisch und ökonomisch ( noch ) schwachsinnig !

Bei mir speichert der Estrich / Lehmputz

Falls Interesse an näheren Infos besteht bin ich gerne bereit einen längeren Erfahrungsbericht zu verfassen.

Sonnige grüße, Heliminator
Verfasser:
kd-schrauber
Zeit:
10.02.2012 16:08:28
1666072
Moin,
Zitat von Heliminator Beitrag anzeigen
1. ...Heizleistung ca. 6,4 kW <> Durchschnttlicher Tagesverbrauch: 8 kWh

2. ... PV-Anlage mit 5 kWp und Kostal Piko 5.5... ... Jahresertrag Strom 2011: 6342 kWh ( Nachweislich )

3. ...Dadurch extrem hoher Deckungsgrad durch PV....

4. ...Durchschnttlicher Tagesverbrauch: 8 kWh....
1. Über's Jahr gesehen??

2. Hast Du die Module auf einem Tracker (40m²)?
Wo ist der Standort (in den Hochalpen)?
Frage mich schon, wie und wo man bei genau 5,0kWp auf 1268kWh/kWp Ertrag kommen kann...

---> die MONATLICHEN Erträge im Dez. und Jan. liegen (je nach Standort) deutlichst unter 30kWh/kWp, also <<150kWh/Monat. Bleiben für den Tag im Schnitt wesentlich weniger als 5kWh.

Das ist gerechnet mit einer zweiachsigen Nachführung. Ohne Tracker mit optimaler Modulneigung und S-Ausrichtung werden es nochmals gute 20% weniger, also weniger als 4kWh.

3. Und wie hoch ist die Deckung bei den gerade erlebten Minus-Temperaturen, wo erfahrungsgemäß im Durchschnitt nur 20% der PV-Leistung zur Verfügung steht?

4. Durchschn. Tagesverbrauch an welchem Datum bei welchen AT?
____________________

Führ doch bitte den Nachweis (ungefähre Standortangabe, Ausrichtung und Neigung) dieser Traum-Erträge. Für DEN Fall, dass DU tatsächlich einen Tracker dieser Größe Dein eigen nennst, ist das wohl nicht wirklich der Durchschnittsfall... ;-)

Grüße Michael
Verfasser:
Heliminator
Zeit:
10.02.2012 16:56:58
1666130
Hallo KD-Schrauber !

Danke für dein Interesse ! Ich bin in Österreich / Steiermark / Raum Graz beheimatet, ergo ist dies auch der Standort der Anlage. Wir sind glücklicherweise klimatisch bevorteilt. Die Winter im Grazer Becken sind weitestgehend Schneefrei, gerade letztes Wochenende haben wir die ersten 10cm abbekommen.....diesen Winter ! Diese habe ich natürlich gleich von der PV abgekehrt.

Ja, die Erträge sind überdurchschnittlich, meinen Beobachtungen zufolge sind in DE ja Erträge von 950 kWh/kWp schon ein Traum !

Einen Tracker hätte ich zwar gerne, ist aber auch bei den zu erwartenden Mehrerträgen von gut 40% unwirtschaftlich.

Ich stelle hier einen Link zu meinem Datenlogger bei, Daten sind auf einer freien Domain hinterlegt und werden just in Time aktualisiert.

http://www.suntoearth.co.de/

Die Daten sind rückwirkend nachzusehen....

Es ist z.B. ersichtlich das die Anlage im Jänner 2012 ganze 380 kWh erzeugt hat !!!! Der Verbrauch der WP lag bei 257 kWh.

Weitere Fragen werden gerne beantwortet.

LG, Heliminator
Verfasser:
kd-schrauber
Zeit:
10.02.2012 17:07:59
1666141
Wenn Du sofort gesagt hättest, das Du keinen Durchschnitts-Standort hast sondern den Traum jedes PV-Betreibers, wären nicht so viele Fragen und Zweifel aufgetaucht ;-))

Bleibt:
Wie genau ist der SolarLog bzw. wie gut stimmen die Erträge mit dem Einspeisezähler überein?

Wäre die Auslegung nicht noch in wenig besser gegangen (der Piko 5.5 kann doch bis zu 5800W DC vertragen)?

Jedenfalls Glückwunsch zu DER Lage. :-)

Grüße Michael
Verfasser:
Heliminator
Zeit:
10.02.2012 17:53:07
1666190
Hallo KD-Schrauber,

Nun ja, besser geht immer...ist aber relativ. Bei mir war das Dach schon voll ! Und weiter währen Fördertechnisch nicht mehr erlaubt gewesen. Aber was will ich mehr ..... ?

Zur Genauigkeit:

Solarlog bekommt die Werte vom Kostal via RS485. Werte werden mit einem Eltako Zähler überprüft. Alle Werte , Kostal -> Solarlog -> Eltako -> EVU stimmen auf +/- 1 kWh überein.

LG, Eduard
Verfasser:
ironasssi
Zeit:
10.02.2012 18:14:23
1666219
Zitat von kd-schrauber Beitrag anzeigen
Wenn Du sofort gesagt hättest, das Du keinen Durchschnitts-Standort hast sondern den Traum jedes PV-Betreibers, wären nicht so viele Fragen und Zweifel aufgetaucht ;-))

Bleibt:
Wie genau ist der SolarLog bzw. wie gut stimmen die Erträge mit dem Einspeisezähler[...]



Die Werte sind schon richtig gut, aber für 2011 nicht ungewöhnlich.

Meine suboptimale PV-Anlage auf unserem Haus, hat mit fast Süd-West Ausrichtung auch immer noch 1158kwh/kwp erzeugt und die Anlage ist nicht mehr flammneu und steht mitten in Hessen!
Aber auch die vorangegangenen Jahre lagen immer deutlich über 1000kwh/kwp.

Bei der Sonne, wie im Augenblich heize ich auch von 10:00 bis 16:30 mit der WP durch und dann nochmal bis 00:00 3-4x 20min und um 5:00 für WW. Wenn ich denn Überschuss, der Mittags eingespeist wird mit nem E-Heizsstab vernichten würde, könnte ich kommplett mit PV decken, wäre aber ökologischer Unsinn.

Kleiner AKKUSpeicher ist gut für Frühjahr-Herbst um abends+ nacht's 3-4 kwh für Licht,Kühlschrank und Zb Fernseher zu haben, aber nicht für's Heizen. Das macht man am Tag! Im Kernwinter ist sowieso meist zuwenig Einstrahlung um viel Überschuss zu haben.
Ein Backup-System ist aber gut, um Lastspitzen wegzubügeln, auch im Sommer!

mfg Ironassi
Verfasser:
Monti111
Zeit:
10.02.2012 19:27:10
1666291
Zitat von tomleitner Beitrag anzeigen
Gibt es hier irgend jemand der eine Wärmepumpe an einer Photovoltaik Backup Anlage (also mit Akkus, Aufladung bei Tag, Entladung bei Nacht etc.) betreibt??
Wie schon mehrfach erwähnt wurde ist eine derzeitige Akkubetrieb nicht empfehlenswert. In 20 Jahren, wenn deine Vergütung abgelaufen ist, dann ist es Zeit auf Akku für den tägl. Elektr.-Eigenbedarf, umzustellen.
Kenne 2 Haushalte, die mit WP und Pufferspeicher laufen.
Selbst bin ich als PV-Betreiber auch am Überlegen @ WP u. Pufferspeicher nach späteren Ölheizungsrausschmiss umzustellen.
Eines sei gesagt. Sowas sollte wirklich nur ein Betrieb machen, der Ahnung hat(Pufferspeicher u. WP-Größe zur Heizlast) .
Verfasser:
Olaf Kunert
Zeit:
11.02.2012 15:03:03
1666880
@Heliminator

da ich im Grazer Stadtgebiet wohne und über PV nachdenke, ein paar Fragen:

1) Wie hast du die Einspeisung mit deinem Energieversorger geregelt? Welches EVU?

2)Was hast du an Förderung bekommen?

3) Wir hatten im Stadtgebiet im November kaum die Sonne gesehen - drei Wochen Nebel am Stück, wie waren deine Erträge?

4) Wer hat deine PV-Anlage installiert?

Grüsse aus Graz (8052)!
Verfasser:
Heliminator
Zeit:
13.02.2012 18:29:23
1668899
@ Olaf Kunert !

Hallo Landsmann, Servus !
Noch dazu aus Graz....hätte ich mir nicht erwartet ....hoffe ich kann weiter helfen.

zu 1.)
Ich habe einen Einspeisezähler bei Energie Steiermark / Verbund, hier wird meine überschüssige Energie vergütet. Für 20% der eingespeisten Energie bekomme ich ca. 16 Cent. Für den Rest ca. 9 Cent. Ist mir aber rel. egal da ich in Zukunft den Eigenverbrauch noch stärker forcieren werde.

zu 2.)

Es gab eine Landesförderung vom Land STMK, ca. 1500 Euro.
Vom Klimafonds ( KLIEN ) gab es ca. 5500 Euro.
Von der Gemeinde noch 500 Euro.
Diese Beträge konnten erfreulicher weise vom Anschaffungspreis von doch gut 20.000 Euro in Abzug gebracht werden.

zu 3.)

Da irrst du dich, sicher nicht 3 Wochen am Stück, arbeite in Graz und GU. Schau mal auf meinen Datenlogger, ( http://www.suntoearth.co.de/ )
unter Jahresübersicht gehe ins Jahr 2011 und klicke auf den November Balken. Gerade mal 9 Tage waren mies.....
Bin aber hier oben auf der Ries etwas bevorzugt.

zu 4.)

Mein WP-Installateur hat mir diese montiert. Habe zwei Firmen bei der Hand.
1x eine die alles komplett macht.
Eine zweite junge Firma auch welche sich zusätzlich darauf spezialisiert hat Anlagen für den "Selbermacher" zu sehr guten Konditionen zu liefern inkl. techn. Unterstützung.

Für detailiertere Anfragen kannst du meine Mail am Datenlogger nutzen.

Grüße, Heliminator
Verfasser:
Olaf Kunert
Zeit:
13.02.2012 20:52:11
1669058
Moin, moin! (Soviel zu Landsmann :-))

Danke für die Informationen. Beim Verbund und bei oekostrom wird angegeben, dass, wenn man 16 cent/kwH bekommen will, eine von ihnen empfohlene Firma die Installation machen soll. War das bei dir ein Problem?

Wie planst du deinen Eigenverbrauch zu steigern? Batterielösung?
Verfasser:
Heliminator
Zeit:
13.02.2012 22:23:23
1669169
@ Olaf Kunert,

Hallo, tut ja eher nach Nord Deutschland......macht nix ;-)

Zum Einspeisetarif, ich hab da einen "alten" Vertrag, war die Montage durch EVU-Partner nicht gefordert. Ich glaube auch das es auf der Hand liegt das niemand was herschenkt, ob sich eine Montage durch EVU-Partner auf Basis der 16 Cent rechnet muss Mann(n) sich durchrechnen.....sage dazu nix.

Zu Steigerung des Eigenverbrauchs, das Problem ist das die WP eine rel. Konstante Energieaufnahme hat. Bei meiner gehen maximal 1,3kW rein, alle 3 Phasen gemessen. Wenn die PV gerade wie am 9.2.2012 z.B. über 4 Stunden lang das 3-fache liefert ergibt sich zwangsläufig ein überschuß. Diesen mächte ich so weit sinvoll per Wärmewellen Heizplatten als Raumwärme zusätzlich einbringen. Mein Lehmputz würde diese Wärme gut speichern.

Grundsätzlich sind solche Wärmestrahler ja zurecht verpönt,Stichwort Primärenergie ! Diese Problematik kommt in diesem Falle nicht zu tragen.

Weiter können diese Wärmestrahler flexibel und "Just in Time" je nach Überschuß ein und aus geschaltet werden. Ich baue mir da gerade eine Steuerung auf welche in meinen EIB / KNX Hausbus integriert wird.

Eine adequate Speicherlösung in 3-Phasiger Ausführung ist für mich derzeit am Markt nicht ersichtlich und sowieso unwirtschaftlich.

Weiter passiert hier wieder der "Kardinalfehler" ! Alle reden von Akkus, im Auto und im Haushalt. Schon heute ist die Versorgung mit Lithium grenzwertig und die Erschliesung bringt enorme Umweltprobleme und Recurcenbindung mit sich.

Eine intelligente Steuerung vorhandener Pheripherie mit Windkraft / Photovoltaik währe klüger.

Gerade in Deutschland sind Nachtspeicheröfen weit verbreitet, gerade diese währen je nach gegebenheiten als "Speicher" für Wind und PV prädistiniert, aber offensichtlich versteht dies niemand !!!

So, ende.

MfG
Verfasser:
tomleitner
Zeit:
20.02.2012 12:41:22
1674168
Hallo,

Ich bin der Ursprungs-Poster und wohne auch in Graz (8010) -- hier muss ein Nest sein! :)

Ich denke vor allem deshalb an eine Backup-Anlage mit Batterien nach, weil ich vom Netz unabhängig sein will. Als Techniker gefällt mir das nicht wenn ich tolle PV Panels am Dach habe und bei Netzausfall den damit produzierten Strom gar nicht benutzen kann.

Habe übrigens ein Angebot über ein Anlage mit NEDAP Powerrouter (http://www.powerrouter.com/), 5kWp, und 520Ah@24V = (12,5 kWh) Batterien inkl. Montage um 23,5 k€.

Ich finde das nicht so tragisch teuer. Die WP würde ich damit nicht betreiben können ... aber den Rest des Hauses.

Lg // Tom
Verfasser:
tomleitner
Zeit:
20.02.2012 12:47:48
1674170
Zitat von Heliminator Beitrag anzeigen

Bin aber hier oben auf der Ries etwas bevorzugt.

Da ist jetzt aber total witzig: Ich wohne auch in Graz/Ries ... Vielleicht können wir uns mal treffen?? Ich würde deine PV Anlage gerne mal bewundern.

Kann man hier keine privaten Nachrichten schreiben?

Lg // Tom
Verfasser:
Veco aus VS
Zeit:
20.02.2012 14:23:35
1674263
Zitat von tomleitner Beitrag anzeigen
Habe übrigens ein Angebot über ein Anlage mit NEDAP Powerrouter (http://www.powerrouter.com/), 5kWp, und 520Ah@24V = (12,5 kWh) Batterien inkl. Montage um 23,5 k€.

Ich finde das nicht so tragisch teuer. Die WP würde ich damit nicht betreiben können ... aber den Rest des Hauses.
Warum glaubst damit keine WP betreiben zu können?

Wie hoch glaubst Du mit diese Anlage Dein Eigenbedarf ("...den Rest des Hauses") decken zu können?

mfg
Veco aus VS
Verfasser:
derKieler
Zeit:
20.02.2012 14:40:49
1674278
Moin,

weil ihm bisher einphasige Backupsysteme angeboten wurden.

Mittlerweile haben fast alle großen Anbieter solche Systeme im Petto, egal ob SMA, Prosol, Conergy, Solarworld... (heut Nacht hatte ich noch einen gefunden, jezz isser schon wieder wech...)

Der angegebene Preis für ~10 kWh i.H.v. ca. 23.000 Taler ist unter aller Kanone. Man sollte bei Interesse an so einem System immer auf die verwendete Akku Technologie achten, es gibt dort erheblich Unterschiede was Kapazität und Zyklen angeht. Auf keinen Fall auf Bleiakkus setzen, die werden bei anständiger Beanspruchung keine 5 Jahre alt. Und der Akkusatz ist das Wertvollste am System.

Überhaupt die nutzbare Kapazität beachten. Sie wird häufig mit x.000 Zyklen bei 50-80% Entladung angegeben. Ich würde auch immer auf 48 Volt Systemspannung gehen, ergibt geringere Ströme und somit längere Lebensdauer.

In der Vollkostenrechnung wird es sowieso sehr schwer werden, ein System auszulegen, welches finanziell bei tragbarem Risiko überzeugt.

Hierfür sind verlässliche Daten für Verbrauch, Erzeugung und Spitzenlast nötig. Das allein ist schon schwer und kann ne Menge Zeit in Anspruch nehmen.

Ich bin sehr für solche Systeme, eine Auslegung ist aber granatenschwer, wenns technisch wie finanziell und Ideologisch passen soll. Die letzten Prozente sind mal wieder nach dem Pareto Prinzip die schwersten.

Ich les mich grad in solch Zeug ein, eventuell steht eine Systemintegration auf einem Bauernhof mit 3 PV- Anlagen mit gesamt 100 kWpeak an. Hier spielt auch Notstromversorgung zur Aufrechterhaltung des Melk- und Kühlbetriebes eine große Rolle, die Verlässlichkeit unserer Stromnetze wie in den letzten 30 Jahren wird es so nicht mehr verlässlich geben, MEINE MEINUNG.

Lithium-Yttrium-Eisenphosphat Batterien sind das Stichwort. Wenn ich den Link wiederfinde stell ich ihn hier rein. Ist in anderen Threads genannt.

Grüße, Andreas
Verfasser:
tomleitner
Zeit:
20.02.2012 15:25:18
1674319
Folgende Batterien wurden mir angeboten:

http://www.hoppecke.de/produkte/batterien_nach_anwendungen/erneuerbare_energien/opzs_solar_power

Also bis zu 1500 Zyklen bei 80% Entladetiefe.

Was sagst Du dazu, Andreas? Welche Alternativen gibt es? Was ist mit der Lithium Batterie die in der berühmten http://sonnenbatterie.de/ eingebaut ist?

Danke und Lg // Tom
Verfasser:
derKieler
Zeit:
20.02.2012 16:27:12
1674368
Ja ok, war ich zu unpräzise ;-)

Die Hoppeke sind zwar Blei aber eher noch geeignet. Aber rechne selbst, was sind denn 1.500 Zyklen? Bummelig 5 Jahre, wobei der Kapazitätsverlust auch nicht erst dann einsetzt.

Schau mal -unter anderen- da:
LFY block series

Übern Daumen muss man locker mal eben mit 500 Talern -und mehr- für eine kWh rechnen, noch schwerer wird es sein jmd. zu finden, der einem so eine Anlage plant, einbaut und Garantieleistungen übernimmt. Oder eben komplett in Eigenregie, wie so häufig.

Die anderen Links von heut Nacht sind "verschwunden", ich muss mir wieder mehr angewöhnen gute brauchbare Links mit Hintergrundinfos wegzuspeichern.;-)

Generell sind da andere Hausnummern möglich. Bis zu 22 Jahren... Soll als Einstieg in die Akkutechnik dienen, ist eben die Frage was man will. Man kann ja auch anders argumentieren und sagen in fünf Jahren gibts andere Akkus und -Preise, ich nehme den ersten Akkusatz als Anwendungstest. Meiner Meinung nach muss aber dafür ne Menge Startinvest in die Hand nehmen.

Im Übrigen sind unsere Forumskollegen im Photovoltaikforum.com sehr fit in dieser Thematik, besonders im Bereich Inselsysteme.
Dort bekommt man in einer Nacht Lektüre soviele Lesehinweise und Google-vokabeln ;-)

In diesem Forum möchte ich auf den User Jogi54 hinweisen, er beschäftigt sich auch mit solchen Dingen.

Gruß, Andreas
Verfasser:
kd-schrauber
Zeit:
20.02.2012 20:21:27
1674576
Moin,

ihr suchtet Links:

NEDAP

Akkus (z.B.)

Mindestens ein weiterer ist im WP/PV-Thread, man braucht nur nach Yogi suchen... ;-)

Betr. AkkuTechnik: Man kann natürlich noch warten, bis die Li-Titanat-Zellen in Massen auf dem Markt sind. Die werden im Punkt Zyklen alles andere überleben. Dauert aber wohl noch :-(

Grüße Michael
Verfasser:
derKieler
Zeit:
20.02.2012 20:42:41
1674585
jo danke für die links.

an dem powerrouter nervt mich das "meine" daten erst ins internet gehen, bevor ich sie wiederbekomme. ich bin doch nicht deren forschungslabor. um meine anlage zu steuern oder zu überwachen und zu loggen brauch ich deren server nicht, das sollte das gerät auch bei mir zuhause können. die machen die internetverbindung aber zur pflicht.

ich hatte letzte nacht noch einen anderen shop im europäischen ausland mit anständigen staffelpreisen. je kwh ca.450 taler plus 20% steuer. plus versand. die ansteuerungs- und ladetechnik kann man ruhig in deutschland kaufen, finde ich. ist auch einfacher mit störungsfällen bzw. support allgemein.

andreas
Verfasser:
Heliminator
Zeit:
22.02.2012 23:49:06
1676382
Zitat von tomleitner Beitrag anzeigen
Hallo,

Ich bin der Ursprungs-Poster und wohne auch in Graz (8010) -- hier muss ein Nest sein! :)

Ich denke vor allem deshalb an eine Backup-Anlage mit Batterien nach, weil ich vom Netz unabhängig sein will. Als Techniker gefällt mir das nicht wenn ich tolle PV Panels am[...]


Hallo tomleitner !

Ja, offensichtlich doch einige inovative "Grazer" hier unterwegs !
Schön......bin derzeit etwas in Eile, werde versuchen per PM
in Kontakt zu treten sowie ich etwas mehr Zeit habe. Ansonsten ist auch eine Kontaktaufnahme über mein PV-Monitoring möglich.

MfG, Heliminator
Verfasser:
Heliminator
Zeit:
23.02.2012 00:03:36
1676389
Zitat von tomleitner Beitrag anzeigen
Folgende Batterien wurden mir angeboten:

http://www.hoppecke.de/produkte/batterien_nach_anwendungen/erneuerbare_energien/opzs_solar_power

Also bis zu 1500 Zyklen bei[...]


Hallo noch mal !

Die "Sonnenbatterie" kannte ich nicht muss ich gestehen !
Toll ist ja das dieses System im Batteriebetrieb 3-Phasig ist !!!

Aber trotzdem stellt sich die Frage der ökologischen Sinnhaftigkeit !
Denn die umweltfreundlichste Energie ist jene die gar nicht benötigt wird. (Recurcenbindung/Lithium/etc.)

Als es bei uns letztens gut 2 Wochen lang -12° hatte bin ich mit 3kWh / nacht ausgekommen. Jetzt wo es schon wieder mild ist heize ich in der Nacht nicht mehr, habe gerade 23,7° RT.

Weiter muss ich festhalten das es bei uns nie zu Ausfällen im Stromnetz kommt, siehe PV-Monitoring ! Und wenn dann ist Unwetter angesagt und die PV verm. ohne Ertrag.

LG, Heliminator
Verfasser:
derKieler
Zeit:
23.02.2012 01:07:59
1676408
Moin

auch andere Backupsysteme sind 3-phasig, oder können entsprechend erweitert/zusammengeschaltet werden.

Auch ein Bleiakku bindet Ressourcen, wobei gute Recyclingquoten erreicht werden können.

Auf 20 Jahre halte ich es für besser 2 Sätzer Akkus zu verwenden, die seltenere Elemente enthalten, in der Hoffung nur den halben Recyclingaufwand betreiben zu müssen wie bei Blei; wo ich auf 20 Jahre 4-6 Akkusätze benötige.

Ist insgesamt eine Frage der Dimensionierung des Systems, auch weiterhin eine Frage der Finanzen. Die Situation das Privatleute sich solch komplexen Systemen stellen wollen, ist ja dem Verschlafen der Großindustrie zuzuschreiben, sie haben es schlicht für nicht nötig gehalten, eine breite Systementwicklung und Markteinführung vorzubereiten. Wir könnten ja schon 20 Jahre weiter sein, ist schlicht verhindert worden. Aber das ändert sich gerade. Auch die Stromausfälle werden zunehmen, da brauchts nicht mal ne Glaskugel für, um das kommen zu sehen.

Weil du es ansprichst mit der Ökologie, wie schauts denn da mit den herkömmlichen Energieversorgungen aus? Ökologie hat nie so sehr im Vordergrund gestanden.

Gruß, Andreas
Verfasser:
tomleitner
Zeit:
04.03.2012 10:54:04
1683100
Zitat von Heliminator Beitrag anzeigen

Die "Sonnenbatterie" kannte ich nicht muss ich gestehen !
Toll ist ja das dieses System im Batteriebetrieb 3-Phasig ist !!!
[...]


Die Sonnenbatterie ist zwar dreiphasig, liefert aber keinen Drehstrom!!! Sie liefert lediglich 3 gleichphasige Leitungen mit der entsprechenden Spannung. Das hilft gar nichts wenn der entsprechende Verbraucher Drehstrom braucht. Ob eine WP Drehstrom braucht oder nicht läßt sich schwer sagen, ich vermute jedoch schon!!

Nur zur Aufklärung .... ausserdem ist mir das Vertriebssystem der Sonnenbatterie etwas suspekt.

Darüberhinaus ist die Sonnenbatterie ein geschlossenes System, die verplomben den Kasten und man darf aus Verbraucher NICHT hinein. d.h. wenn ich nach 5 Jahren die Akkus gegen ein anders, besseres, billigers Fabrikat austauschen will geht das nicht --- ich wäre an die Firma Sonnenbatterie gebunden.

Das sind meine Hauptargumente GEGEN das Gerät. Mein Favorit ist immer noch der NEDAP Powerrouter. Damit ist man unabhängig von der PV Anlage und von den Akkus ... Alles kann beliebig gemische und später erweitert, geändert was immer werden. Besonders in so einem schnellebigen Markt ist das wichtig.

Lg // Tom
Verfasser:
Heliminator
Zeit:
04.03.2012 19:35:34
1683433
Zitat von tomleitner Beitrag anzeigen
Zitat von Heliminator Beitrag anzeigen
[...]


Die Sonnenbatterie ist zwar dreiphasig, liefert aber keinen Drehstrom!!! Sie liefert lediglich 3 gleichphasige Leitungen mit der entsprechenden Spannung.......[...]


Hallo. melde mich auch wieder mal...hab wenig Zeit !

Habe mir gerade das Datenblatt angesehen, ist etwas unübersichtlich, auch das Schaltschema ist seltsam, aber dort sind die 3 Phasen zur Sonnenbatterie geführt.

Aber egal, kommt eh nicht in Frage, die Industrie ist da ja etwas am Holzweg !

Frage mich wieso ständig der Umweg über Umrichter DC/AC -> AC/DC genommen wird.
Im Zeitalter der LED-Beleuchtung z.B. währen DC/DC Wandler effizienter.
Aber die Einführung von DC-Spannungsnetzen im Haushalt wird wohl noch dauern.
Aber auf Basis von Bleiakkus könnten 240 Volt realisiert werden ohne extremer Leistungselektronik.


LG
Verfasser:
derKieler
Zeit:
04.03.2012 23:01:29
1683548
moin moin,

schön das es hier weitergeht ;-)

also 240V Gleichspannung kanst du per Se nicht gebrauchen, hast du ein gerät mit trafo als eingangsstufe, welcher hintendran wieder gleichspannung macht ists essig. man müsste also also alle hausgeräte nach dem spannungseingang aussuchen und/oder umbauen.

oder schaltnetzteile...

ausserdem ist wechselspannung eben dafür gedacht wenig transportverluste zu erzeugen, das wäre _so_ gesehen ein evolutionsschritt rückwärts. wenn du dein haus mit z.bsp. 24v gleichspannung verdrahten wolltest, bräuchtest du pachtrechte in einer kupfermine ;-) da ist es leider billiger wechselstrom mit trafos zu verwenden. ausserdem sind die wirkungsgrade in der summe immernoch besser als dc/dc wandler.

der hinweis mit der pahsengleichheit bei der sonnenbatterie ist mir bisher entgangen, kann ich aber fast nicht glauben, denn ein herd heizt nicht so doll mit 3x1er phase, wenn er für drehstrom ausgelegt ist.

wenn kein phasenwinkel vorhanden, keine spannungsdifferenz vorhanden, durch die ein strom durch die heizwendeln getrieben wird.

am 16.03. werd ich ne sonnenbatterie besichtigen, wenn ich b8is dahin den termin nicht vergessen habe ;-)

gruß aus Kiel, Andreas

ps: drehstromwärmepumpen sind immer im vorteil, denn hier ist die verlustleistung nur ein drittel so groß wie bei wechselstrom. ausserdem wird das netz symmetrischer belastet.
Verfasser:
derKieler
Zeit:
04.03.2012 23:08:31
1683554
"Die Sonnenbatterie ist zwar dreiphasig, liefert aber keinen Drehstrom!!! "

woher kommt die info? ich finds irgendwie net...

"Darüberhinaus ist die Sonnenbatterie ein geschlossenes System, die verplomben den Kasten und man darf aus Verbraucher NICHT hinein. d.h. wenn ich nach 5 Jahren die Akkus gegen ein anders, besseres, billigers Fabrikat austauschen will geht das nicht --- ich wäre an die Firma Sonnenbatterie gebunden."

Ähm wie lange geben die denn garantie, das ich auf die angewiesen bin? also ne plombe hindert mich nach 5 jahren an so fast nichts mehr ;-)

Andreas
Verfasser:
kd-schrauber
Zeit:
04.03.2012 23:20:27
1683559
Moin Andreas,
Zitat von derKieler Beitrag anzeigen
...da ist es leider billiger wechselstrom mit trafos zu verwenden. ausserdem sind die wirkungsgrade in der summe immernoch besser als dc/dc wandler...
also da bin ich gegen ;-))
Jeder Schaltregler (mal DC-DC ohne Trennung genommen, bis in den kW-Bereich) ist einem Trafo im Wirkungsgrad (und nicht nur da) locker überlegen. Oder warum werden die modernen Netzteile kaum noch warm oder haben sich trafolose WR durchgesetzt?

...Im Zeitalter der LED-Beleuchtung z.B. währen DC/DC Wandler effizienter. ... Diesen Satz von Heli unterstreiche ich ebenso, zumindest bei der LED-Technik. Das würde mit 48V Systemspannung schon recht ordentlich funzen...

Grüße Michael
Verfasser:
derKieler
Zeit:
05.03.2012 00:11:53
1683574
heyho,

ja hmm, da hab ich mich wohl reingeritten ;-)

Trafolose wechselrichter sind meines wissens besser geeignet um die heutigen phasenverschiebungsanforderungen netzseitig zu erfüllen, mit traumwirkungsgraden von bis zu 98% im Labor, ok.

nen trafo, jedenfalls nen grösseren im mw bereich kann man auch ruhig mit eta 0,96 ansetzen. je kleiner desto peng, aber das was kostenmässig hinterhergeschaltet werden muss sind centartikel, bei dc dc wandlern, geregelten jedenfalls, noch recht was teurer?!

denk auch an die entstehenden ströme und querschnitte wenn du mit 48v dein haus betreiben möchtest. es gibt unbestritten bereiche da wäre es gut möglich gewesen, das flächendeckend einzuführen.

so weit erstmal, Andreas
Verfasser:
derKieler
Zeit:
05.03.2012 00:17:01
1683577
ergänzend:

ich würd als entwickler auch den leistungsteil an wärmeerzeugern wie Trockner, Wama, Spüler mit externen dc eingang ausstatten, denn dem heizstab oder den glühwendeln ist die spannungsform und in weiten teilen die spannung selbst recht was wurst. dann könnte man tatsächlich direkt vom pv-modul in die waschmaschine gehen, als beispiel. und ob das aufheizen in 3 minuten oder 10 stattfindet, sollte der wäsche recht egal sein.

angeblich reagieren aber die waschmittel selbst heut schon intuitiv auf die aufheizzeit, bzw sind in 135 phasen auf- und eingeteilt ;-)

Andreas
Verfasser:
WernerT
Zeit:
07.03.2012 00:47:34
1684920
Hallo

PV-Fuzzis erleben wohl eine allgemeine Steigerung ihres Lebensgefühls wenn sie der Rentnerin mit 3,5 Cent pro KWh tief in den Geldbeutel greifen können , um dann noch stolz auf diesen lächerlichen 3% Stromerzeugeranteil von PV zu sein.Gerdaezu ekelerregend.
mfg
Verfasser:
derKieler
Zeit:
07.03.2012 00:56:56
1684928
Wat? Wer bist du denn?

"..." Auch nicht mehr als ein Energieversorger, der die Energie für 6ct einkauft und ihn Oma für 24 ct weitergibt...

Natürlich Zahlen geschönt ;-)

Und der muss noch Aktionäre befriedigen.


Merkste wat?!

Gruß aus Kiel, Andreas
Verfasser:
Andi_HB
Zeit:
07.03.2012 06:39:47
1684946
Bei mir in der Nähe gibt es eine Firma die sich auf USV & Co spezialisiert hat. Dort werden auch Produkte die 3 Phasig sind angeboten. Soll keine Werbung sein hier - nur etwas zum stöbern für Euch.
Preise kann ich leider keine nennen - stehen dort anscheinend auch nicht auf der Homepage.

Gruß Andi_HB
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