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Haustechnikforum
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Seite 1 von 29 [Beitrag 1 bis 35 von 1004]erste <12345>letzte 
PV - Vergütung für neue Anlagen sinkt 2012 um 15%
Verfasser:
sukram
Zeit:
27.10.2011 12:49:49
1599311
Die Bundesnetzagentur hat jetzt die Festlegung der Vergütung für 2012 bekannt gegeben. Demnach sinken die Vergütungssätze [für neu errichtete Anlagen] um 15 Prozent, nachdem zwischen Oktober 2010 und September 2011 5.200 MW an zusätzlichen PV-Anlagen gemeldet wurden.


[Link]

Tjaja- plus die Anlagen, die wiedermal "aus versehen" später gemeldet werden; Das Spielchen kennen wir.

Da werden zu Weihnachten wieder ein paar Frachtjumbos aus China bei uns aufschlagen...


Für Schnelleser: Dem Verbraucher nutzt das natürlich nix- der Kuchen geht nur langsamer auf...
Verfasser:
WolfK
Zeit:
27.10.2011 13:06:23
1599323
Hi,
das stört mich ehrlich gesagt nicht mehr, Dach ist voll.

Grüssle Wolfram
Verfasser:
ölbaldaus
Zeit:
27.10.2011 13:32:36
1599338
Das Entscheidende ist nicht,ob man früher,jetzt oder später kauft.Die Relation zwischen Vergütung und Kaufkosten hat sich in all den Jahren einigermaßen gehalten.

Wurde also früher zu höheren Fördersätzen gekauft,war die Anlage auch deutlich teurer,hat sich also im gleichen zeitlichen Rahmen abbezahlt wie heute.

Das Entscheidende an dieser Preissenkungskette ist die Tatsache,daß PV allmählich in Bereiche erschwinglichen Maßes gelangt,die immer mehr unabhängig von einer Förderung machen.Damit erzeugt man sich irgendwann in absehbarer Zeit den Strom billiger als man ihn übers Netz bekommt.

Man sollte sich also über jede Förderkürzung freuen,denn die bringt unweigerlich immer günstigere Module,noch dazu leistungsfähiger als früher,mit sich.

Es wird auf jeden Fall die Eigenerzeugung von Strom eine ganz große Zukunft haben,dank hoher Fördersätze der Vergangenheit.Wer die Zusammenhänge nicht erkennt,bemühe sich mal,über den Tellerrand der angeblichen "Benachteiligung von Strom-Kleinkunden" hinauszublicken.

Btw:Ich habe von Jan-Okt 2011 bisher 58 MegaWh Strom erzeugt,ohne irgendeine Umweltsauerei.

MfG
Verfasser:
sukram
Zeit:
27.10.2011 13:46:49
1599343
Zitat von ölbaldaus Beitrag anzeigen
Das Entscheidende ist nicht,ob man früher,jetzt oder später kauft.Die Relation zwischen Vergütung und Kaufkosten hat sich in all den Jahren einigermaßen gehalten.


So isses: die 6-8% Rendite bleiben dank intensivster Lobbyarbeit insb. von Leuten woie dem Träger des Ordens wider den tiereischen Ernst (vulgo alternaiver Nobelpreis) Herrmann Scheer unselig.

Zitat:
Damit erzeugt man sich irgendwann in absehbarer Zeit den Strom billiger als man ihn übers Netz bekommt.[...]


Dann seid bitte so konsequent und fahrt Inselbetrieb.

("merit order" haste noch vergessen, das Hirngespinst).


Hab's gestern schon andernorts gepostet- der gemeine Franzose zahlt zuhaus' mal eben knapp die Hälfte als der deutsche Michel für den Strom.
Verfasser:
fdl1409
Zeit:
27.10.2011 13:56:11
1599351
Find ich super, die Absenkung. Mit rund 18-24 Cent je nach Aufstellungsort und Größe kommen wir in den Bereich der Netzparität. Kosten liegen derzeit so bei 2.300 Euro je kW und werden weiter sinken. Bei weiteren Preisschritten in den Folgejahren ist es auch nicht mehr zwingend erforderlich, daß die Kosten in gleichem Maße sinken, denn der selbst verbrauchte Strom wird teurer, die Einsparung höher als bei dem eingespeisten Strom. Gehe davon aus, daß ich mir dann in 2-3 Jahren eine Anlage aufs Dach legen werde.

Und die Solarthermie stirbt wieder ein ordentliches Stück, bald kostet eine kWh Solarstrom nicht mehr als eine kWh Solarwärme.....

Grüße
Frank
Verfasser:
ölbaldaus
Zeit:
27.10.2011 14:16:44
1599371
sukram,

ich habe nie eine Wertung über die Renditehöhe abgegeben,sondern nur,daß sie all die Jahre einigermaßen gleich blieb.Ob die Rendite zu hoch ist oder nicht,anläßlich einer 20%igen Lebensdauer (Immobilien 50-100 Jahre),war nicht mein Thema.

Warum allerdings Inselbetrieb gefordert wird,wenn von der Netzparität gesprochen wird,erschließt sich mir nicht ganz.

Solange die Module nicht einen Preis erreichen,der für PV-Strom die Gestehungskosten (Vollkostenrechnung für AKWs bitte!) der Großkonzerne erreicht,wird Förderung bei Fremdeinspeisung nötig sein.Aber selbst diese Hürde wird nach Ansicht amerikanischer Analysehäuser von der PV genommen werden.

MfG
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit:
27.10.2011 14:39:53
1599390
@Interessenten

Tjaja- plus die Anlagen, die wiedermal "aus versehen" später gemeldet werden; Das Spielchen kennen wir.

Grenzt an Verschwörungstheorie !

Rechtslage 2011

§ 16 Absatz 2 EEG

lesen !

Dietmar Lange
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit:
27.10.2011 14:48:55
1599397
@Interessenten

Anmeldung von PV Anlagen

Die vom TE unterstellte Manipulation der Zubaudaten setzt nach heutiger Rechtslage einen Verzicht auf Einspeisevergütung der Anlagenbetreiber voraus

Dietmar Lange
Verfasser:
solarfreundchen
Zeit:
27.10.2011 15:08:15
1599409
Zitat von ölbaldaus Beitrag anzeigen
Das Entscheidende ist nicht,ob man früher,jetzt oder später kauft.Die Relation zwischen Vergütung und Kaufkosten hat sich in all den Jahren einigermaßen gehalten.

Wurde also früher zu höheren Fördersätzen gekauft,war die Anlage auch deutlich teurer,hat sich also im gleichen zeitlichen[...]


Kleiner Irrtum!

Wer 2004 gekauft hat und 57,4 ct erhält und hat seine Anlage nach 12 Jahren bezahlt, verdient das Doppelte von dem, der jetzt die gleiche Fläche nur belegen kann. Die 10% besserer Jahresertrag der neueren Anlagen machen das auch nicht wieder wett. Außerdem hat er noch 20 Jahre "Restrisiko", während die 2004 Anlage fast abgezahlt ist.

Euer Solarfreundchen
Verfasser:
Texlahoma
Zeit:
27.10.2011 15:15:21
1599417
Wer PV einsetzt und dabei im wesentlichen auf einen möglichst hohen Eigenverbrauch setzt (Stichwort: Dezentrale Stromerzeugung) kratzt das eigentlich eher weniger.

Es wird spannend zu beobachten sein, inwiefern sich der PV-Anlagenzubau entwickelt, bei dem die Betreiber im wesentlichen auf eine möglichst hohe Rendite aus waren und die dezentralen Versorgungsaspekte ignoriert haben (Stichwort: Energiewirt).

Solarstrom rein als ausgesprochen lukrative Geldanlage wird in Zukunft tendenziell wohl uninteressanter werden.

Beim Thema PV vs. ST sehe ich die Dinge pragmatisch: Warum eine kWh elektr. Strom mit erheblichen technischen Aufwand und entsprechenden Verlusten in Wärme verwandeln, wenn es die über eine andere Erntemaschine gleich in der richtigen Energieform gibt?

Strom ist imho als hochkalorische Energieform alternativlos z.B. für industrielle Antriebstechnik, im ÖPNV oder auch in der Medizintechnik ;-) und deshalb viel zu kostbar, um einfach verheizt zu werden.
Verfasser:
sukram
Zeit:
27.10.2011 15:17:11
1599420
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
@Interessenten

Anmeldung von PV Anlagen

Die vom TE unterstellte Manipulation der Zubaudaten setzt nach heutiger Rechtslage einen Verzicht auf Einspeisevergütung der[...]



Ist mir jetzt zu blöd, danach zu suchen, jedenfalls gab's den Fall, dass Anlagen systhematisch zurückgehalten wurden, um die Kürzung "zu verkürzen".

PV-Abzocker sind mindestens so erfinderisch wie Steuerhinterzieher.

Nur rechnet's sich fast besser ;-)
Verfasser:
Senf
Zeit:
27.10.2011 15:53:24
1599433
Ja, ja, der sukram...
... der's bis heute nicht verkraftet hat, dass sein Dach ne ungünstige Ausrichtung hat ...
... und gerne auf Vollkostenrechungen bei AKW-Strom verzichtet, damit's billiger wird ... so lügt sich halt jeder in die Tasche - so wie's grad gebraucht wird ... ;-)
Verfasser:
sukram
Zeit:
27.10.2011 16:08:31
1599439
ICH steck' die Kohle lieber in die Dämmerei, statt mir, wie der Herr Nachbar aus der "Bionadebourgeoisie" in der original 20er-Jahre-Villa PV auf's Dach zu nageln.

******

Wird wohl diese Causa aus 04/10 gewesen sein-

Zitat:
Aufstand der Sonnenkönige

Die Förderung der Solarenergie hat absurde Dimensionen angenommen, doch die geplante Kürzung stößt auf massiven Widerspruch: Nicht nur die betroffenen Firmen wehren sich dagegen, sondern auch Bundesländer, die von der bisherigen Regelung profitieren.

...
...Die verfahrene Lage und die übertrieben hohe Förderung hat viel mit einem simplen Trick zu tun, mit dem die Branche die Politik jahrelang an der Nase herumführte: Sie machte sich einfach kleiner, als sie in Wirklichkeit war.

Eigentlich sieht das EEG vor, dass die Einspeisevergütungssätze in regelmäßigen Abständen überprüft und angepasst werden. Als Grundlage für diese Berechnungen dienten den Parlamentariern bisher stets die Branchenprognosen über die pro Jahr neuinstallierte Solarleistung. Und genau diese Schätzungen fielen stets relativ niedrig aus (siehe Grafik). So niedrig, dass eine angemessene Kürzung der Sätze nicht notwendig erschien.

So ging das Ministerium 2007 anhand der vorliegenden Zahlen für das Jahr 2009 von einer Förderung des Solarstroms in Höhe von gut zwei Milliarden Euro aus, weil die Verbände den Einbau neuer Module mit einer Leistung von knapp 600 Megawatt kalkuliert hatten. Tatsächlich wurden es 3800 Megawatt - mit Kosten von rund 14 Milliarden Euro für die nächsten 20 Jahre.

Selbst der wohl prominenteste Solarverfechter und SPD-Energieexperte Hermann Scheer sagt inzwischen, dass es mit der Förderung "so nicht weitergehen kann". Er warnt allerdings vor zu abrupten Schritten. Scheer schlägt nun eine gleitende Absenkung mit kleineren Kürzungen vor - auch so könne man in den nächsten zwei Jahren auf die von vielen Experten geforderten Kostensenkungen von 30 Prozent kommen. Mit dem heimlichen Kleinrechnen, so der Solarfreund Scheer, habe sich die Branche keinen Gefallen getan: "Ich habe immer davor gewarnt, die wirklichen Zubauzahlen kleinzurechnen."


http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-70131106.html

Wieviel hundert Mio nochmal müssen wir demnächst für "zuwenig gezahlte" Vergütung nachblechen?

Aber es ist ja alles gut, -

"Solarvergütung sinkt auf Niveau von Haushaltsstrompreis" steht da oben: Nur ist bei letzterem 45% Steuern & Abgaben inbegriffen.

Wiedermal gefickt eingeschädelt.
Verfasser:
pflanze 132
Zeit:
27.10.2011 16:37:26
1599462
Zitat von sukram Beitrag anzeigen
Wird wohl diese Causa aus 04/10 gewesen sein

Und weil das früher so lief, hat man die Änderung vorgenommen, damit das in Zukunft nicht mehr so läuft.

Die einen lernen aus Fehlern und die anderen bekommen noch nicht mal mit, dass die Vergangenheit Vergangenheit ist...

Grüße
Stefan
Verfasser:
Texlahoma
Zeit:
27.10.2011 16:56:20
1599472
Der gemeine Franzose investiert aktuell vermehrt in PV- oder ST-Anlagen auf dem eigenen Hausdach, in Windkraftanlagen in exponierter Lage (z.B. Normandie, Seine-Mündung, allerdings On-Shore) oder in eine Holzheizung.

Woher ich das weiß?

Eigene Beobachtung über nunmehr 30 Jahre in der Normandie, die übrigens aktuell insgesamt über 6 Kernreaktoren in Penly und Paluel verfügt. Zwei weitere DWR sind in Penly geplant. Ob und wann gebaut wird, ist aktuell nicht bekannt.

Sicherlich nicht nur aus ökologischen Gründen, sondern wohl auch, weil die hier aus einer bestimmten ideologischen Ecke immer wieder hochgelobte EdF alsbald ihre staatlich verordnete Niedrigpreispolitik wohl nicht mehr halten kann. Insbesondere dann nicht, wenn die EdF im Wettbewerb mit anderen Energieerzeugern steht, so dass betriebswirtschaftlich auskömmliche Preise am Markt durchgesetzt werden müssen.

Warum tut sich die EdF mit der Öffnung des französischen Marktes eigentlich so schwer, wenn sie auf Grund des niedrigen Preisniveaus eigentlich doch keinen Wettbewerb zu fürchten hätte?

Kaum ein anderer Energieversorger in Europa ist so hoch verschuldet, wie die EdF. Wenn nun aber die Nutzung von Kernenergie zur Staaträson gehört, kann man dies der Bevölkerung nicht verkaufen, wenn der Strompreis relativ hoch ist.

Die Folgen dieser staatlich verordneten Niedrigpreispolitik beim Strom sind energetisch allerdings fatal: In den 80ern wurden reichlich Häuser gebaut, die komplett (!!) elektrisch beheizt werden und zwar nicht über eine WP, sondern über eine Direktstromheizung :-((.

Die Franzosen sind nicht blöd und steuern in Eigeninitiative dagegen. Wer kanns ihnen verdenken...
Verfasser:
Dominik_82
Zeit:
27.10.2011 19:04:33
1599548
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
Zitat von sukram Beitrag anzeigen
[...]

Und weil das früher so lief, hat man die Änderung vorgenommen, damit das in Zukunft nicht mehr so läuft.

Hm, du meinst wohl die Pflichtmeldung bei der Bundesnetzagentur seit 2009?

Trotz dieser Pflicht lagen im Frühjahr 2010 in der politischen Debatte falsche Zahlen vor. Nachzulesen im Prognosegutachten für 2012 , Seite 84.

Bei der Abweichung geht es um immerhin 600 MWp beim Zubau in 2009. Durchaus eine Hausnummer, die nicht mit banalen Tippfehlern oder ähnlichen Dingen zu erklären ist.

Wer genau da wie am Rad gedreht hat, ist mir nicht bekannt. Allerdings mahnt die Abweichung zur Vorsicht. Von daher halte ich sukrams Bedenken für durchaus begründet.

Viele Grüße

Dominik
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit:
27.10.2011 19:32:36
1599565
Bei der Abweichung geht es um immerhin 600 MWp beim Zubau in 2009. Durchaus eine Hausnummer, die nicht mit banalen Tippfehlern oder ähnlichen Dingen zu erklären ist.

Wer genau da wie am Rad gedreht hat, ist mir nicht bekannt. Allerdings mahnt die Abweichung zur Vorsicht. Von daher halte ich sukrams Bedenken für durchaus begründet.

Viele Grüße

Dominik


@Dominik

Das die Statistiken der ÜNB, der Bundesnetzagentur und der Solarindustrie an Stichtagen abweichen (müssen!), ist schon sehr lange bekannt und hängt mit der Erhebungsmethodik zusammen.
Daraus bewusste Fälschungen mit dem Ziel der Marktdatenmanipulation abzuleiten, zeugt von Unkenntnis der Erhebungssystematik.

Dietmar Lange
Verfasser:
Dominik_82
Zeit:
27.10.2011 20:47:42
1599620
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Das die Statistiken der ÜNB, der Bundesnetzagentur und der Solarindustrie an Stichtagen abweichen (müssen!), ist schon sehr lange bekannt und hängt mit der Erhebungsmethodik zusammen.

Hi Dietmar,

es geht hier um die banale Frage, ob die von der BNetzA vorgelegten Zahlen richtig sind. Ein gesundes Misstrauen ist - wie per 31.12.2009 eindeutig bewiesen - in diesem Zusammenhang angebracht. Um nichts anderes geht es.

Wobei bei einer Differenz von wieder 600 MWp die Auswirkung eher gering wäre, da geht es nur um 3 Prozentpunkte bei der Absenkung.

Ganz interessant wäre mal, wenn du die Differenz erklären würdest. Ein paar Aspekte fallen mir auch ein (z.B. Fertigstellung nur auf Gleichstrombasis wegen Wechselrichtermangel), nur komme ich damit niemals auf 600 MWp.

Viele Grüße

Dominik
Verfasser:
Monti111
Zeit:
27.10.2011 22:26:07
1599676
Die Kosten liegen derzeit bereits bei 1850-2000Euro KWp für eine 5,5KW-Anlage mit Non-China-Modulen.Im n. Jahr machen die Modulpreise noch mal einen Rutsch von mind. 8% .Die Wechselrichterpreise werden in den n. beiden Jahren um die 50% sinken (war heute bei einem SMA-Vortrag) .

Ende 2011 nutzen die meisten Solateure den Run auf die 28,74Cent aus.
2300-2400Euro KWp für eine Anlage, mit einem handelsüblichen guten Modul, wenn es kein hochpreisiges Sanyo oder Sunpower-Modul ist, ist viel zu teuer @ Ende 2011.
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit:
27.10.2011 23:54:55
1599705
@Dominik

Bei diesem Prozedere, Zitat

Melden muss die Photovoltaik Anlage bei der Bundesnetzagentur der Anlagenbetreiber - also die Person, die die Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung nutzt. Unabhängig davon, ob die Person selbst der Eigentümer ist.
Sobald der Inbetriebnahmezeitpunkt der Photovoltaik Anlage verbindlich feststeht, kann die Anlage angemeldet werden - frühestens zwei Wochen vor dem Tag der Inbetriebnahme, spätestens am Tag der Inbetriebnahme. Die Anmeldung muss jedesmal neu gemacht werden, wenn Photovoltaik Module zu einer bestehenden Klein- oder Großanlage hinzugebaut werden.
Quelle: http://www.solaranlagen-portal.com/photovoltaik-grossanlage/betrieb/anmeldung-bundesnetzagentur


sind an Stichtagen Fehler in der Größenordnung einer monatlichen Installationsrate fast normal

Gruß

Dietmar Lange
Verfasser:
Freidenker
Zeit:
28.10.2011 12:30:50
1599884
Zitat von sukram Beitrag anzeigen


Dann seid bitte so konsequent und fahrt Inselbetrieb.

Habe ich seit gestern mit 130 Wp. Amortisierung bei geschickter Auslastung in 15 Jahren.

Freidenker (geschrieben mit 100 % eigenem Solarstrom)
Verfasser:
Senf
Zeit:
28.10.2011 12:48:13
1599895
Zitat von Freidenker Beitrag anzeigen
... mit 130 Wp. ...


Vertippt?
Verfasser:
sukram
Zeit:
28.10.2011 12:50:54
1599897
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
@Dominik

Bei diesem Prozedere, [...]sind an Stichtagen Fehler in der Größenordnung einer monatlichen Installationsrate fast normal



Das reicht locker-flockig:

5.200/12*13= 5.633.

Zu einer Absenkung von 18 Prozent wäre es gekommen, wenn der Wert die Schwelle von 5.500 MW überschritten hätte.

Wetten dass?

Punkt, Satz & Thread - Siiiieg ;-)
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit:
28.10.2011 15:38:55
1600014
Das reicht locker-flockig:

5.200/12*13= 5.633.

Zu einer Absenkung von 18 Prozent wäre es gekommen, wenn der Wert die Schwelle von 5.500 MW überschritten hätte.

Wetten dass?

Punkt, Satz & Thread - Siiiieg ;-)


Leider wieder falsche Schlussfolgerung!

Zufällige Fehler im Sinne der mathematischen Statistik haben sowohl positive als auch negative Vorzeichen und eigenen sich damit nicht sonderlich gut für unterstellte Manipulationen.
Die Arbeitsgeschwindigkeit von Beamten in einer staatlichen Behörde ist ein weiterer Einflussfaktor, der in solche Ergebnisse mit einfließt und schwer zu kalkulieren ist.

Dietmar Lange
Verfasser:
sukram
Zeit:
28.10.2011 15:52:04
1600016
*Ärger* Der Kerl ist doch nicht kleinzukriegen ;-)

Wir werden's sehen, wie's der "Zufall" will.

Möchte aber wetten, dass die Erfassung auch "outgesourced" ist wie unsere www.ag-energiebilanzen.de (DIW, MWV & Konsorten). Wer in diesem Falle die "Konsorten" sind...

*Achung: Verschwörungstheorie* ;-)
Verfasser:
sukram
Zeit:
28.10.2011 16:07:52
1600025
Ein bissle was noch obendruff geht aber immer-

Zitat:
27.10.2011 · Die Bundesnetzagentur hat heute bekannt gegeben, den Netzbetreibern einen Eigenkapitalzinssatz von 9,05 Prozent zu gewähren. Diese Entscheidung führt nach ersten Schätzungen des Bundesverbandes Neuer Energieanbieter e.V. (bne) zu einer Mehrbelastung von über drei Milliarden Euro für Verbraucher.

Die Bundesnetzagentur sei gegenüber der Netzbetreiber Lobby eingeknickt, so der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Nun habe es das Bundeswirtschaftsministerium in der Hand, mit der Novelle der Anreizregulierungsverordnung für angemessene Netzentgelte zu sorgen..
Krawinkel kritisierte außerdem die Befreiung der Industrie von den Netzentgelten nach § 19 Abs.2 der Stromnetzentgeltverordnung. "Dies wird die Netzentgelte für die privaten Haushalte, das Handwerk und den öffentliche Sektor zusätzlich um etwa fünf Prozent erhöhen", sagte er.


Klickstdu


Die 4000 km neuen Trassen sind dann ja nur noch Peanuts.
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit:
28.10.2011 21:26:25
1600115
Zitat von sukram Beitrag anzeigen
Ein bissle was noch obendruff geht aber immer-

Zitat:
[...]


Klickstdu


Die 4000 km neuen Trassen sind dann ja nur noch Peanuts.


Hinweis zur Verbraucherbelastung durch PV

Eigentlich hätte 2012 die Umlage sinken müssen.

O – Ton BMU:

Nach Angaben der vier Übertragungsnetzbetreiber wird sich die EEG-Umlage für 2012 mit 3,59 Cent/Kilowattstunde (ct/kWh) gegenüber dem heutigen Wert von 3,53 ct/kWh kaum verändern. Für einen durchschnittlichen 4 Personen-Haushalt bei einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden pro Jahr bedeutet dies lediglich Mehrkosten von weniger als 18 Cent pro Monat!
Der Bundesumweltminister hob hervor, dass die Umlage erstmals eine Liquiditätsreserve für die Übertragungsnetzbetreiber enthalte. "Ohne diesen Sonderposten läge die Umlage 2012 sogar unter dem derzeitigen Niveau von 3,53 Cent pro Kilowattstunde", so Röttgen.
Die neu geschaffene Reserve soll verhindern, dass die Auszahlung der EEG-Vergütungen zu Liquiditätsengpässen bei den Übertragungsnetzbetreibern führt.
Quelle: http://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/47849.php


Das Fatale an energiepolitischen Diskussionen in Deutschland ist, dass interessengesteuert immer nur Teilaspekte diskutiert werden.

Dietmar Lange
Verfasser:
sukram
Zeit:
28.10.2011 21:37:02
1600126
So isses-

Das Fatale an energiepolitischen Diskussionen in Deutschland ist, dass interessengesteuert immer nur Teilaspekte diskutiert werden

Übrigens sind Tritt-ihns Mannen im UBA davon ebenfalls seit Jahren infiziert.

EIN Interesse wird von kaum einer Institution vertreten- nämlich das der gemeinen Klein- Verbraucher.

Auch nicht von -selbsternannten- (Energie)Verbraucherschützern.
Verfasser:
Dominik_82
Zeit:
28.10.2011 21:52:39
1600132
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Eigentlich hätte 2012 die Umlage sinken müssen.

Jaja, was der Röttgen so alles erzählt. Reden kann er ja, das muss man anerkennen.

Fakt ist allerdings, das die ÜNB eine Kernumlage ausweisen. Diese ist für 2012 höher als für 2011 (33,11 gegen 32,39€ / MWh). Dazu kommen Nachholfeffekte (2012: 1,81 €, 2011: 2,91 Euro) sowie neu die Liquiditätsreserve (2012: 0,99€).

Erreicht wurde diese scheinbare Stabilität im wesentlichen durch eine deutliche Reduzierung der prognostizierten Produktion aus Wind on-shore. Erscheint nach den windschwachen Jahren 2009 und 2010 zwar vernünftig (2011 dürfte auch eher schwach sein), ändert aber nichts an den strukturellen Problemen.

Viele Grüße

Dominik
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit:
29.10.2011 01:19:47
1600193
So isses-

Das Fatale an energiepolitischen Diskussionen in Deutschland ist, dass interessengesteuert immer nur Teilaspekte diskutiert werden

Übrigens sind Tritt-ihns Mannen im UBA davon ebenfalls seit Jahren infiziert.

EIN Interesse wird von kaum einer Institution vertreten- nämlich das der gemeinen Klein- Verbraucher.

Auch nicht von -selbsternannten- (Energie)Verbraucherschützern
.

Dazu kein Einspruch

Dietmar Lange
Verfasser:
ölbaldaus
Zeit:
30.10.2011 09:13:51
1600574
Gerade wird in Marokko die erste Desertec-Stufe gezündet.
Für eine 150MW Anlage legt man da locker 600 Mios auf den Tisch.Das entspricht 4000.- EUR/kW.Auch wenn man dem zugutehalten kann,daß ein größerer Ertrag als hierzulande eintritt,ist bei den 4000.- EURO die Energie noch lange nicht dort,wo sie auch hingehört!!!

Bei hauseigener PV ist die Energie zumindest im engeren Bereich dort,wo sie hingehört,muß nicht über tausende Kilometer geleitet werden und kostet auch in absehbarer Zukunft nur noch einen Bruchteil dessen,was man derzeit im politisch nicht abschätzbaren Nordafrika vergräbt.

Darum ist der Vergütungsabbau so wertvoll,erzwingt er doch ständige Preisnachlässe der Hersteller und Großhändler,die uns eine einzigartige Möglichkeit schaffen,das Haus der Zukunft zu gestalten:Gut isolierte Häuser mit PV und Erdwärmepumpen.Daß dabei die Solarthermie immer älter aussehen wird,nehme ich als so gut wie gesichert an.

MfG
Verfasser:
sukram
Zeit:
30.10.2011 11:37:42
1600644
Ich drücke DESERTEC jedenfalls alle Daumen & Zehen- da sind mal keine Träumer oder Ideologen am Werk.

Wollen wir hoffen, dass es nicht so weitergeht:


Zitat:
Unter Kaliforniens Sonne platzen große Träume

Das US-Projekt von Solar Millennium wurden einst gefeiert. Jetzt gibt es Bedenken gegen das größte Solarkraftwerk der Welt

...
...
Große Pläne hatte man jedenfalls. Allein das Kraftwerk Blythe sollte eine Leistung von 1000 Megawatt erreichen – so viel wie ein typisches Kernkraftwerk. Nicht zuletzt dank dieser Vision sammelte man über die Jahre Anlegergelder im dreistelligen Millionenbereich ein. Doch der Traum platzte im August: Knall auf Fall gab Solar Millennium bekannt, dass das Projekt nicht mehr wirtschaftlich sei. Man beginne nun mit ganz anderer Technik quasi von vorn.

Anfang Oktober galt auch das schon nicht mehr: Solar Millennium gab bekannt, die Baurechte für mehrere US-Projekte an den Konkurrenten Solarhybrid abtreten zu wollen. Noch am selben Tag trat Vorstandschef Christoph Wolff zurück. ...
...

WELT

Allederdings hat gerade der marokkanische König, anscheinend einer der vernünftigeren Führer der islamischen Welt, gesagt, dass er eigentlich die Europäer garnicht braucht ;-)
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit:
30.10.2011 11:57:53
1600647
Zitat von ölbaldaus Beitrag anzeigen
Gerade wird in Marokko die erste Desertec-Stufe gezündet.
Für eine 150MW Anlage legt man da locker 600 Mios auf den Tisch.Das entspricht 4000.- EUR/kW.Auch wenn man dem zugutehalten kann,daß ein größerer Ertrag als hierzulande eintritt,ist bei den 4000.- EURO die Energie noch lange nicht[...]


Zu DESERTEC ist als europäische Alternative das

Helios -Projekt

Im Entstehen, das ebenfalls von deutschen Firmen mit großem Interesse verfolgt wird.

Die dezentrale Erzeugung von Strom gewinnt in D auf jeden Fall an Bedeutung und wird in Europa durch die geltende europäische Gebäuderichtlinie auf ordnungsrechtlichem Wege bei Neubauten ab 2020 durchgesetzt.

Die deutsche Heizungsindustrie arbeitet schon länger an der nächsten Generation von Heizungen (stromerzeugende Heizungen), die für diesen Zweck benötigt werden.
Die Systemkombination Wärmepumpe + PV ist dabei nur eine Möglichkeit unter weiteren Prinzipien.

Solarthermie lässt sich in solche Konzepte gut integrieren. Entsprechende Systeme sind am Markt bereits verfügbar.

Über die Zukunft der Solarthermie wird auch in der Branche diskutiert.
Einigkeit besteht in der Feststellung, dass ein „Weiter so“ wie bisher nicht zielführend ist.

Strittig sind die Wege in die Zukunft-
Einige Solarspezialisten favorisieren die Solaranlage mit sehr hohen Deckungsgraden > 50%, bei dem Solarwärme dominiert und weitere Energiequellen nur unter Extrembedingungen erforderlich sind.

Die Anbieter von Komplettsystemen für Hauswärme setzen auf Systemkonzepte, bei denen die Solarthermie intelligent in ein Gesamtsystem eingebunden ist.
Typisches Beispiel für gegenwärtige Lösungen sind optimierte Systemkombinationen Brennwert + Solarthermie

An eine Zukunft für Solarthermie glauben beide Richtungen.

Entwicklungsschwerpunkte sind hier Kostensenkung durch massenproduktionsgerechte Materialien und Fertigungstechnologien sowie Montagezeiten senkende Verbindungs- und Befestigungstechniken.

Dietmar Lange
Verfasser:
sukram
Zeit:
30.10.2011 12:23:18
1600659
Helios ist eine Ergänzung, keine Alternative ;-)
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit:
30.10.2011 16:40:48
1600832
Zitat von sukram Beitrag anzeigen
Helios ist eine Ergänzung, keine Alternative ;-)


Ob Ergänzung oder Alternative, das wird sich in einigen Jahren feststellen lassen.

DESETEC wurde vor dem „arabischen Frühling“ geplant.

Das HELIOS Projekt ist eine reine EU- Angelegenheit.

Dietmar Lange
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